Südossetien und Abchasien: Keine Gespräche mit Tiflis

13. August 2008, 10:19
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Kokoity will nicht mit "Organisatoren eines Völkermords" sprechen

Moskau - Ungeachtet der Zustimmung Russlands und Georgiens zu einem Friedensplan für den Kaukasus haben die selbsternannten Regierungen der abtrünnigen georgischen Regionen Südossetien und Abchasien Gespräche mit Tiflis abgelehnt. "Es kann keine Gespräche mit den Organisatoren eines Völkermordes geben", sagte Südossetiens selbst ernannter Präsident Eduard Kokoity am Mittwoch laut einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Internationales Tribunal

Vielmehr sollten sich die Richter eines internationalen Tribunals mit der georgischen Regierung auseinandersetzen. Der Präsident von Abchasien, Sergej Bagapsch, sagte laut Interfax, es werde keine Gespräche mehr mit Tiflis geben. "Verbrecher sollten vor Gericht gestellt werden", fügte er hinzu.

Die Regierungen in Moskau und Tiflis hatten am Dienstag einem Friedensplan zugestimmt, der unter Vermittlung des französischen Staatschef und amtierenden EU-Ratspräsidenten Nicolas Sarkozy zustande gekommen war. (APA)

 

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