Rogosin bezeichnet Saakaschwili als "Nazi"

12. August 2008, 19:32
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Moskaus NATO-Botschafter: Womöglich US-Militärberater in Georgien getötet

Brüssel - Zu Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen im Kaukasus sind nach russischen Angaben zahlreiche US-Militärs im Konfliktgebiet gewesen, so dass womöglich auch unter den Toten US-Soldaten sein könnten. "Zu Beginn des Konflikts waren mindestens 127 US-Militärberater in Georgien", sagte der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogosin am Dienstag in Brüssel.

Es seien "Dunkelhäutige tot aufgefunden" worden, fügte Rogosin hinzu. Wenn eine Überprüfung des Erbguts erforderlich sei, "werden wir das machen", sagte der russische NATO-Botschafter, unter Anspielung auf die Schwarzen, die in den US-Streitkräften dienen. Die Anwesenheit von US-Militärberatern im pro-westlich geführten Georgien ist vom US-Außenministerium bestätigt. Das Programm lief 2002 als Teil des "Kriegs gegen den Terror" an.

Den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili bezeichnete Rogosin als "Nazi", das georgische Vorgehen in der abtrünnigen Region Südossetien verglich er mit der von den Nationalsozialisten betriebenen "Endlösung der Judenfrage". Bereits zuvor hatte Moskau Tiflis "Völkermord" in dem Gebiet vorgeworfen.

Für Russland sei es eine Sache der "Prinzipien", dass Saakaschwilis Handlungen verurteilt werden müssten. Damit stehe auch die Partnerschaft zwischen der NATO und Russland auf dem Prüfstand. Wenn die NATO Russland nicht zuhöre, "dann ist das keine Partnerschaft", sagte Rogosin. l (APA)

 

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    Demonstranten in der georgischen Hauptstadt Tiflis: Nazi-Vergleiche werden von beiden Konfliktparteien verwendet.

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