Wissen: Hohe Schulden, hohes Defizit

12. August 2008, 19:02
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Der Kaukasus-Staat Georgien mit 4,4 Millionen Einwohnern hat in den letzten Jahren ein Wirtschaftswachstum von rund zehn Prozent verbuchen können. Ermöglicht wurde dies durch den Zustrom ausländischen Kapitals, das vor allem in den Energiesektor floss, sowie durch gute Ernten. Schwachpunkte sind das hohe Leistungsbilanzdefizit (2007: minus 16 Prozent des BIP) sowie die hohe Auslandsverschuldung von 1,31 Mrd. Euro. Industrieanlagen mangelt es an Wettbewerbsfähigkeit, die Sparquote ist unzureichend und Schattenwirtschaft stark verbreitet, so der Finanzdienstleister Coface in einer Risikoeinschätzung.

Die österreichischen Exporte nach Georgien, vor allem Maschinen und Pharmazeutika sowie Fleisch- und Wurstwaren, beliefen sich 2007 auf 41,2 Mio. Euro. Im Gegenzug importiert wurden vor allem Gemüse- und Früchtezubereitungen; die Importe summierten sich auf lediglich 4,3 Millionen Euro. Damit ist Georgien lediglich der 86- wichtigste Handelspartner Österreichs. (ruz, DER STANDARD, Printausgabe, 13.8.2008)

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