Zweiter BA-Immo-Deal: Syndikat sucht Einigung

12. August 2008, 18:01
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Die italienische Mutter UniCredit will Ergebnisse sehen, nächste Woche könnte die Entscheidung fallen

Wien - Das erste Bank-Austria-Immo-Paket (Länderbank- und Z-Zentrale gehen um 175 Mio. Euro an René Benkos Signa Holding) ist an den Mann gebracht; bis zum Verkauf des zweiten Pakets wird es noch bis September dauern, mindestens.

Wie berichtet, verhandeln die Verkäufer (Bank-Austria-Immobilienstiftung undBank, die die Genussrechte hat) derzeit exklusiv mit dem Jargonnant-Syndikat, das sich aus dem gleichnamigen Private-Equity-Fonds sowie der österreichischen Conwert/Eco Business und CA Immo zusammensetzt. Jargonnant besitzt ein Immobilienvermögen von 500 bis 600 Mio. Euro, der Fonds speist sich aus den Vermögen von acht wirklich großen internationalen Industriellenfamilien sowie zweier Institutioneller, nämlich einer US-Uni und einer europäischen Privatbank.

Bis vor kurzem wähnte man den Immo-Deal unterschriftsreif, nun sind aber im Bietersyndikat Unstimmigkeiten zu wesentlichen Details (es geht um 500 Mio. Euro) aufgetreten, wie Eco-Chef Friedrich Scheck in der Vorwoche erklärt hat. Es geht um die Aufteilung der Immobilien, die die Sache zum Platzen bringen könnte.

Differenzen planieren

Bei Jargonnant ist man bemüht, die Differenzen zu planieren ("Die Gruppe steht zusammen" , sagt ein Manager), es gehe "nur um den Zeitpunkt der Aufteilung". Die Realitäten (ein Mix aus Wohnhäusern, Gewerbeimmobilien und Entwicklungsprojekten) sollten in drei Gesellschaften eingebracht werden. In denen soll jeweils ein Partner die Mehrheit und damit das Sagen haben, die beiden anderen Minderheitsanteile halten.

Dabei gibt es laut Jargonnant "prinzipiell keine großen Differenzen" - beim Timing aber schon. Jargonnant wolle die ebenso komplexe wie haarige Aufteilung "in groben Zügen noch vor dem Kauf vornehmen" , heißt es. Die Österreicher wollen aber zunächst ein Jointventure zu gleichen Teilen, mit der Teilung möchten sie ein bis zwei Jahre warten.

Ob das Syndikat halten wird, steht derzeit noch in den Sternen. Fix ist nur, dass die italienische Mutter der Bank Austria (UniCredit) Ergebnisse sehen will - und dass die Syndikatsmitglieder nächste Woche in Wien weiterverhandeln werden. (Renate Graber, DER STANDARD, Printausgabe, 13.8.200)

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