Land Rover-Kunden erkaufen sich "grünes Gewissen"

12. August 2008, 15:51
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Im Zuge des "CO2-Offset-Programms" erfolgt ein finanzieller Ausgleich für alle Treibhausgasausstöße, die auf den ersten 75.000 Kilometern anfallen

Wien - Der britische Geländewagenhersteller Land Rover bringt seine vor zwei Jahren in Großbritannien gestartete Initiative zur Einsparung von CO2-Emissionen nun auch nach Österreich. Im Zuge des "CO2-Offset-Programms" erfolgt ein finanzieller Ausgleich für alle Treibhausgasausstöße, die im Betrieb eines Fahrzeugs auf den ersten 75.000 Kilometern anfallen. Je nach Fahrzeugtyp müssen die Kunden zwischen 133 und 241 Euro mehr berappen, hieß es bei einer Pressekonferenz in Wien.

Der CO2-Ausgleichsbetrag sei keine Option, sondern fixer Bestandteil des Fahrzeugs. Land Rover Österreich rechnet bei einer Summe von 1.400 verkauften Fahrzeugen pro Jahr damit, 2009 eine Summe von 250.000 Euro an "Climate Care", einem Anbieter von Emissionsausgleichsleistungen, überweisen zu können. Für das Restjahr 2008 erwartet man noch rund 100.000 Euro.

Das Schadstoff-Reduktionsprogramm sei 2006 gemeinsam mit "Climate Care" initiiert worden, womit Land Rover seine Umwelt-Aktivitäten auf die Bereiche Umwelttechnologien, nachhaltige Produktion, Naturschutz- und humanitäre Projekte sowie CO2-Ausgleich ausgeweitet habe, hieß es weiter. Alle von "Climate Care" finanzierten Projekte werden laufend von Gutachtern auf ihre CO2-senkenden Effekte hin geprüft.

Land Rover produziert laut eigenen Angaben seit 1948 geländegängige Fahrzeuge. 78 Prozent der in Großbritannien von rund 9.500 Mitarbeitern hergestellten Modelle werden in über 140 Länder weltweit exportiert. (APA)

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