Zwangspause für Tchoyi in Litauen

12. August 2008, 15:45
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Salzburgs Neuzugang aus disziplinären Gründen nicht dabei - Aufhauser und Nelisse zurück - Streiter beobachtete FK Suduva

Salzburg - Salzburg-Trainer Co Adriaanse verzichtet im Zweitrunden-Hinspiel der Qualifikation zum Fußball-UEFA-Cup freiwillig auf Schlüsselspieler Somen Tchoyi. Der 25-jährige Kameruner steht aus disziplinären Gründen nicht im Kader für das Gastspiel am Donnerstag beim litauischen Vizemeister FK Suduva Marijampole, gaben die Salzburger am Dienstag bekannt. Tchoyi dürfte bei einem Training zu spät erschienen sein.

Die Neuerwerbung aus Kamerun hatte der Saison bisher in eindrucksvoller Manier den Stempel aufgedrückt. Der groß gewachsene Mittelfeldspieler glänzte sowohl als Spielgestalter als auch mit seinen körperlichen Qualitäten. In bisher acht Pflichtspielen für Salzburg hat er zwei Tore erzielt und war stets einer der auffälligsten Spieler gewesen. Adriaanse wollte seine Entscheidung, Tchoyi zu Hause zu lassen, nicht näher kommentieren.

Dafür kehren nach der bitteren 2:3-Niederlage gegen die Wiener Austria Mittelfeldspieler Rene Aufhauser und Stürmer Robin Nelisse in den Kader zurück. Alexander Zickler, Nico Kovac und Karel Pitak stehen mit Muskelverletzungen weiterhin nicht zur Verfügung. Dazu ist Christoph Leitgeb erkrankt. Im Sturmzentrum dürfte erneut Marc Janko beginnen, der in fünf Ligaspielen bei sieben Toren hält.

Marijampole dürfte zwar ein schlagbarer Gegner sein, ein Schützenfest wie in der ersten Runde gegen Bananz Eriwan (7:0 und 3:0) ist aber nicht unbedingt zu erwarten. "Es ist sicherlich eine bessere Mannschaft als unser Gegner in der ersten Runde. Mit einer konzentrierten Leistung sollten wir aber ein gutes, positives Resultat für das Heimspiel erzielen können", meinte Salzburgs Co-Trainer Michael Streiter.

Streiter hatte den FK Suduva am Wochenende beim 4:0-Heimsieg gegen Tabellenschlusslicht FC Silute beobachtet. "Sie waren absolut tonangebend über 90 Minuten. Aber es war sehr schwierig, hier große Maßstäbe herauszuschließen, weil der Gegner nicht wirklich dagegengehalten hat", erklärte der Tiroler. Ein, zwei Spieler hätten allerdings ganz gute technische Fähigkeiten.

In der Stammformation der Litauer stehen mit dem Mazedonier Blagoj Bozinovski, dem Ukrainer Sergej Kozjuberda und dem lettischen Stürmer Ivans Lukjanovs lediglich drei Legionäre. In der Liga rangiert Suduva nach 17 Runden punktegleich mit Leader FBK Kaunas auf Platz zwei. Der Meister hatte zuletzt mit der Eliminierung der Glasgow Rangers in der Champions-League-Quali für Aufsehen gesorgt.

Marijampole ist in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen, hat sechs von bisher neun Heimspielen gewonnen. Das neue Stadion bietet rund 4.500 Sitzplätze. "Der Platz ist hervorragend. Hinter den beiden Toren gibt es aber keine Tribünen", berichtete Streiter. Auch das österreichische Nationalteam gastiert am 10. September in der WM-Qualifikation gegen Litauen in der 70.000-Einwohner-Stadt 50 km südwestlich von Kaunas. (APA)

 

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