Heinemann-Friedenspreis für Jugendliteratur geht an Holocaust-Buch

12. August 2008, 14:24
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"Massel - Letzte Zeugen" der Autorin Digne M. Marcovicz

Düsseldorf - Der diesjährige Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher geht an die Autorin Digne M. Marcovicz für ihr Holocaust-Buch "Massel ­ Letzte Zeugen". Die mit 7.500 Euro dotierten Auszeichnung gilt als wichtigste Ehrung für deutschsprachige Jugendliteratur mit friedenspolitischem Inhalt, teilte die Landeszentrale für politische Bildung am Dienstag in Düsseldorf mit. Ausgezeichnet werden von der NRW-Landesregierung zur Erinnerung an den früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann Romane oder Sachbücher über die Entstehung und Wirkung von Gewalt.

Lebensenergie

Die in Berlin geborene Autorin erhalte den Preis "für ein in seiner Aufmachung ungewöhnliches Buch, das Interviews, Zeitungsausschnitte, Texttafeln, Fotos und Bilder in Form einer Collage aneinanderreiht". Die Erzählungen von Überlebenden des Völkermordes ließen erahnen, "welche Lebensenergie notwendig ist, um das Grauen zu bewältigen und wieder zu einem halbwegs normalen Leben zurückzukehren".

Digne M. Marcovicz, die als freiberufliche Fotoreporterin und Journalistin für namhafte deutsche Medien arbeitet, habe mit dem Erinnerungsbuch einen würde- und respektvollen Einblick in verschiedene Lebensläufe geschaffen. Die Preisverleihung sei für den 1. September in Essen geplant. Das Buch ist im Carl Hanser Verlag/München erschienen. (APA/dpa)

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