Weiblich, "cool" und angeschnallt gewünscht

12. August 2008, 14:20
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Umfrage zu den idealen Beifahrern - "Mitbremser" und "Festklammerer" verunsichern drei von vier Autofahrern

 Egal ob Mann oder Frau: Beide wünschen sich im Idealfall eine Frau am Beifahrersitz, so das Ergebnis einer ÖAMTC-Umfrage unter 500 Autofahrern. "Weiblich, Nichtraucher, aus dem engsten Umfeld, angeschnallt, gelassen und aufmerksam", so beschreibt Verkehrspsychologin Dora Donosa den idealen Kopiloten im Fahrzeug. Ebenfalls beliebt: Beifahrer, die sich mit Straßenkarten auskennen, Gurtmuffel sind unerwünscht.

"Fast alle Befragten schätzen es, wenn sie auf Verkehrskontrollen und Gefahrenquellen hingewiesen werden", so die Clubexpertin in einer Presseaussendung am Dienstag. 93 Prozent wünschen sich einen Beifahrer, der geschickt im Umgang mit Straßenkarten ist. Auch gelassene und entspannte Beifahrer stehen hoch im Kurs.

85 Prozent der Autofahrer freuen sich über Lob. Immerhin 78 Prozent der Befragten empfinden es als angenehm, wenn sie vom Beifahrer auf Anzeichen von Müdigkeit aufmerksam gemacht werden.

Schlechtes Zeugnis für Gurtmuffel

"Gurtmuffel" bekommen von 84 Prozent der Autolenker ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Den Grund hierfür sieht die ÖAMTC-Psychologin vor allem in der Tatsache, dass "es vielen unangenehm ist, den Beifahrer an das Angurten erinnern zu müssen. Auch fürchten viele Fahrer, im Falle eines Unfalls zur Verantwortung gezogen zu werden."

"Mitbremser" und "Festklammerer" verunsichern rund drei von vier der befragten Fahrer und haben so indirekt Einfluss auf das Fahrverhalten. Großen Unmut rufen rauchende Beifahrer bei zwei Drittel der Autolenker hervor. Knapp dahinter (54 Prozent) liegen die "Fahrstilkritiker" als Ärgerfaktor.

Insgesamt zeigt die Umfrage, dass Autofahrer generell gerne in Begleitung unterwegs sind. Laut einer kanadischen Studie sinke mit der Zahl der Mitfahrer auch das Unfallrisiko. Bei jugendlichen Fahrern hingegen trifft das nur bedingt zu. Gleichaltrige Mitfahrer können das Unfallrisiko erhöhen. Laut ÖAMTC-Psychologin führen gruppendynamische Prozesse dazu, dass sich der Fahrer nicht mehr als Alleinverantwortlicher sieht, was sein subjektives Sicherheitsgefühl erhöht. (APA)

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