Allianz profitiert von Sparprodukten

12. August 2008, 13:25
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Turbulente Börsezeiten sowie ein steigendes Sicherheitsbedürfnis bei den Kunden haben im 1. Halbjahr zu einem Run auf Lebens- bzw. Sparprodukte geführt

Wien - Turbulente Börsezeiten sowie ein steigendes Sicherheitsbedürfnis bei den Kunden haben im 1. Halbjahr zu einem Run auf Lebens- bzw. Sparprodukte geführt. Das bescherte der Allianz Gruppe in Österreich einen Zuwachs von fast 25 Prozent auf 246,8 Mio. Euro in den Bereichen Vorsorge und Veranlagung. Die Winterstürme Paula und Emma haben allerdings dazu geführt, dass die Aufwendungen für Versicherungsleistungen um 4,4 Prozent auf 279,3 Mio. Euro zurückgegangen sind, gab das Unternehmen am Dienstag bekannt.

Das Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) zeigt noch Spuren der Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten. Im Vergleich zum 1. Quartal konnte dieser Wert zum Halbjahr jedoch um 40 Prozent verbessert werden und erreichte 74,9 Mio. Euro, hieß es in der Aussendung. Im 1. Quartal 2008 halbierte sich das EGT auf 33,1 Mio. Euro, nach 66,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Combined Ratio sank im Halbjahr auf 94,7 Prozent, nach 97,1 Prozent im 1. Quartal - Paula und Emma hatten ihre Spuren hinterlassen. "Bei einem normalen Schadensverlauf im zweiten Halbjahr sind wir zuversichtlich, unser Jahresziel von unter 94 Prozent zu erreichen", prognostiziert Allianz-Chef Wolfram Littich.

Leicht niedrigeres Prämienvolumen

"Sehr erfreulich" sei das Geschäft bei mit Garantien ausgestatteten Produkten gegen Einmalerlag gelaufen: Die Allianz setzte mit Invest-Produkten nach eigenen Angaben ein Volumen von knapp 60 Mio. Euro um. In der Krankenversicherung konnte ein "zufriedenstellender" Zuwachs von 5 Prozent auf 20,2 Mio. Euro verzeichnet werden.

Die Prämieneinnahmen im Geschäftsbereich Schaden-Unfall blieben mit 425,9 Mio. Euro um 1,9 Prozent knapp unter dem Vorjahresniveau. Über alle Geschäftsbereiche sei die abgegrenzte Bruttoprämie im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf 692,9 Mio. Euro gestiegen. Die Auszahlungen für Schäden aus Naturgefahren lagen mit 31,7 Mio. Euro um 4,3 Mio. Euro unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Der Zulauf auf das Direktkonto "Allianz Top Cash" halte aufgrund des gebotenen "Spitzenzinssatzes" von 4,25 Prozent per anno für täglich fälliges Geld ungebrochen an. Bisher habe die Allianz mehr als 28.000 Sparer gewonnen, wovon mehr als ein Drittel Neukunden bei der Allianz sind. Das Einlagevolumen von knapp 300 Mio. Euro habe alle in "Top Cash" gesetzten Erwartungen "bei weitem übertroffen", so die Allianz Österreich. (APA)

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