Patrizia erzielt wieder Gewinne

12. August 2008, 13:17
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Die börsenotierte deutsche Immobiliengesellschaft Patrizia hat im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben

München - Die börsenotierte deutsche Immobiliengesellschaft Patrizia hat im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Vorsteuergewinn habe im Zeitraum April bis Juni bei 21,3 Mio. Euro gelegen, teilte der Augsburger Konzern am Dienstag mit. Dabei profitierte Patrizia aber nicht von ihrem Kerngeschäft mit dem Kauf und der späteren Veräußerung von Wohnungen, sondern fast ausschließlich von Gewinnen durch Zinssicherungsgeschäfte. Zu Jahresbeginn war noch ein Verlust von 18,6 Mio. Euro angefallen.

Der Vorstand bekräftigte, im Gesamtjahr ein Ergebnis von 25 bis 30 Mio. Euro vor Steuern erzielen zu wollen. Daraufhin legte die zuletzt arg gebeutelte Aktie um knapp ein Prozent auf 2,74 Euro zu. Vor einem Jahr kostete sie noch über zwölf Euro.

Patrizia sieht sich indirekt als Opfer der US-Hypothekenkrise, auch wenn der Konzern fast nur in Deutschland investiert. "Trotz vieler Argumente, die für den Kauf einer Wohnimmobilie sprechen, ist die derzeitige Marktlage jedoch von Zurückhaltung seitens der privaten Anleger geprägt", schrieb der Vorstand im Quartalsbericht. Die Immobilie bleibe wegen der hohen Inflation und niedriger Zinsen aber langfristig eine attraktive Anlage.

Nachdem das Portfolio in den vergangenen Jahren stark aufgestockt wurde, veräußerte Patrizia im ersten Halbjahr 384 Wohn- und Gewerbeeinheiten - mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Im Gesamtjahr will die Gesellschaft auf 1.400 bis 1.500 Wohnungsverkäufe kommen. Erworben hat Patrizia im zweiten Quartal keine neuen Einheiten.

Die Zinsderivate begünstigten das Vorsteuerergebnis im zweiten Quartal um 21,1 Mio. Euro. Mit den Instrumenten sichert sich das Unternehmen gegen Zinssteigerungen ab. Bei 80 Prozent der Finanzierungen liegt der Zinssatz damit bei 4,15 Prozent. (APA/Reuters)

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