Österreicher gegen Neuauflage von Rot-Schwarz

12. August 2008, 11:52
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62 Prozent wünschen sich Regierung mit ganz anderer Zusammensetzung - Nur jeder Zehnte erwartet sich Verbesserung nach der Wahl

Linz - Die Österreicher wollen nach der Nationalratswahl am 28. September keine Neuauflage von Rot-Schwarz. Fast zwei Drittel wünschen sich eine Regierung mit anderer Zusammensetzung. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts IMAS hervor, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlichtet worden sind. Nur jeder zehnte Befragte glaubt, dass sich die Dinge nach der Wahl verbessern werden.

IMAS hat im Juli und August Interviews mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren ausgewählten Personen durchgeführt. Dabei gaben lediglich elf Prozent an, dass sie sich eine Neuauflage der Großen Koalition wünschen. Die Umfrage zeigt: Die Sozialdemokraten (20 Prozent) sowie Anhänger der ÖVP (24 Prozent) würden einem neuerlichen Zusammengehen ihrer Parteien aufgeschlossener gegenüberstehen als die übrige Bevölkerung.

Ganz andere Zusammensetzung

62 Prozent der Befragten befürworten eine Regierung mit ganz anderer Zusammensetzung. Auffällig ist, dass sich die Gruppe der noch unentschiedenen Wähler im August von 12 Prozent auf 27 Prozent mehr als verdoppelt hat.

Was die Zeit nach der Nationalratswahl im September betrifft, sind die Österreicher wenig optimistisch: Lediglich zehn Prozent der Befragten hoffen aktuell, dass sich die Dinge danach verbessern werden. Im Juli lag dieser Wert noch bei 18 Prozent. 24 Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. 51 Prozent glauben, dass die Situation gleichbleiben wird.

Verpflichtung der Parteien

Geteilter Meinung sind die Befragten über die Verpflichtung der Parteien, bereits vor einer Wahl Auskunft über Koalitionsaussichten zu geben. 39 Prozent halten das für wichtig, 36 Prozent erachten diese Information im Voraus nicht als unbedingt notwendig. 25 Prozent der Befragten ist dieses Thema gleichgültig. (APA)

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