Wissenschaftliche Spitze in Tirol

21. Februar 2003, 10:36
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Neueste Entwicklungen in der Quantenphysik als Thema

Innsbruck - Quantenphysiker aus der ganzen Welt versammeln sich von 23. Februar bis 1. März in Obergurgl im Tiroler Ötztal. Thema der Tagung sind die neuesten Entwicklungen im Bereich Quantencomputer, Quanteninformation und kalten Quantengasen, den so genannten Bose-Einstein-Kondensaten, kündigte die Universität am Freitag an.

Innsbruck habe sich in den vergangenen Jahren zu einem der internationalen Zentren der Quantenphysik entwickelt und die kommende Konferenz sei eine Bestätigung dieser Rolle. Innsbrucks Quantenphysiker ließen erst unlängst aufhorchen, als es der Gruppe um Univ.-Prof. Rudolf Grimm am Institut für Experimentalphysik gelungen war, als erste weltweit ein Bose-Einstein-Kondensat aus Cäsiumatomen herzustellen. Dass Ionenfallen geeignete Bausteine für zukünftige Quantencomputer sein könnten, bewies die Gruppe um Univ.-Prof. Rainer Blatt Anfang des Jahres.

Spitzenwissenschafter

Unter den 40 geladenen Sprechern der Tagung in Obergurgl finden sich neben den Innsbrucker Experten um Peter Zoller, Rainer Blatt und Rudi Grimm internationale Spitzenwissenschafter, wie Immanuel Bloch (LMU München), der nach Innsbrucker Vorschlägen neue Experimente zum "Quantum computing" mit kalten Atomen unternimmt und demnächst vermutlich nach Stanford wechselt, Hans Briegel, ebenfalls von der LMU München, der mit einem neuen Konzept für Quantencomputer nach Obergurgl kommt, der Experte für die Verschränkung von Atomen und Photonen, Michel Brune vom ENS in Paris, Ignacio Cirac, ehemals in Innsbruck tätig und nun am Max Planck-Institut in München, Wolfgang Ertmer und Maciek Lewenstein, Quantenoptiker aus Hannover, Mikhail Lukin aus Harvard, Georg Raithel aus Michigan, Vladan Vuletic aus Stanford und Anton Zeilinger aus Wien.

Erst am Donnerstag hatte der Innsbrucker Stadtsenat die Unterstützung der Ansiedlung des Akademieinstitutes für Quantenoptik und Quanteninformation beschlossen. Standort für das neue Forschungsinstitut wird der ICTTechnologiepark auf dem Gelände der Baufakultät sein. (APA)

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