Israelische Soldaten erschießen Zwei Dschihad-Mitglieder im Gazastreifen

21. Februar 2003, 14:29
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Militär am Grenzübergang Erez: Hatte Granate auf Wachposten geworfen - Ärzte ohne Grenzen beklagt Warnschüsse auf eines ihrer Teams

Gaza - Israelische Soldaten haben am Freitag zwei Mitglieder des Islamischen Dschihads erschossen. Einer der Männer wurde am Grenzübergang Erez getötet. Er schleuderte Handgranaten auf Grenzpolizisten und eröffnete das Feuer. Nach Armeeangaben trug er auch ein Sturmgewehr und einen Revolver bei sich. Der andere Mann wurde erschossen, als er in die jüdische Siedlung Dugit eindringen wollte. Nach Angaben palästinensischer Ärzte wurde der Mann von zwölf Kugeln getroffen, darüber hinaus scheine er von einem Fahrzeug überfahren worden zu sein. Die Untergrundorganisation Islamischer Dschihad bekannte sich zu beiden versuchten Anschlägen.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen erklärte, in der Nähe von Dugit hätten israelische Soldaten Warnschüsse von einem Panzer auf eines ihrer Teams abgegeben. Der Vorfall habe sich am Mittwoch ereignet, obwohl die Route des Ärzteteams mit der Armee abgestimmt gewesen sei. Dies sei bereits der dritte derartige Zwischenfall binnen eines Monats gewesen. Das Auto des Teams sei klar mit dem Logo und der Flagge der Organisation kenntlich gemacht gewesen. Verletzt wurde niemand. (APA/AP)

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