EU: Strafzölle gegen Infineon-Konkurrenz

25. Februar 2003, 18:39
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Kommission geht gegen Hynix vor - Der Vorwurf: Wettbewerbsverzerrung

Frankfurt - Die EU-Kommission will einem Zeitungsbericht zufolge wegen Wettbewerbsverzerrung mit Strafzöllen gegen den Infineon-Konkurrenten Hynix aus Südkorea vorgehen.

Im März werde die EU-Behörde vermutlich drastische Sanktionen gegen den weltweit drittgrößten Speicher-Chip-Hersteller beschließen, berichtete das "Handelsblatt" in seiner Freitagausgabe ohne Quellenangabe. Branchenkenner rechneten nun damit, dass die Behörde einen Ausgleichszoll auf alle Hynix Chips von bis zu 30 Prozent des Einfuhrwertes einführen werde. Die Strafzölle würden für sechs Monate gelten.

Mit den Schritten reagiere die EU auf eine Klage von Infineon, die der südkoreanischen Regierung vorwerfe, Hynix mit steuerlichen Vergünstigungen, Kreditprogrammen und verlängerten Kreditlaufzeiten mehrmals vor dem drohenden Konkurs bewahrt zu haben. Brüssel folge nun Vorwürfen aus der Halbleiterbranche, wonach die Subventionen Hynix in die Lage versetzten, Speicherchips - so genannte Drams - weit unter den Herstellungskosten anzubieten. Regierungsvertreter Südkoreas haben die Vorwürfe stets bestritten. (APA/Reuters)

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