Ölpreis gibt deutlich nach

21. Februar 2003, 09:33
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Gewinnnmitnahmen und Anstieg der US-Vorräte lassen Preis auf 31,56 Dollar fallen

New York - Der Ölpreis hat am Donnerstag sowohl im europäischen Handel als auch im US-Handel deutlich nachgegeben. Analysten begründeten den Preisrückgang mit Gewinnmitnahmen, die durch die Nachricht über die jüngst gestiegenen Ölvorräte in den USA ausgelöst worden seien.

Die führende Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im April verbilligte sich in London um 77 Cent auf 31,56 Dollar je Barrel (rund 159 Liter) und lag damit unter ihrem in der Vorwoche verzeichneten Zwei-Jahres-Hoch von 33,10 Dollar. Der Preis für die US-Ölsorte Leicht zur Lieferung im März fiel indes in New York um 37 Cent auf 36,79 Dollar je Barrel nach einem Spitzenpreis in der vergangenen Woche von 37,55 Dollar.

Nach dem starken Preisanstieg der vergangenen Monate nutzten Händler eigenen Angaben zufolge offizielle Daten einer US-Regierungsbehörde für Gewinnmitnahmen, wonach die US-Ölvorräte in der vergangenen Woche um 3,1 Millionen Barrel angestiegen seien. Zuvor waren sie auf ihren tiefsten Stand seit 1975 gesunken. Analysten zufolge ist der Spielraum für weitere Preissenkungen aber begrenzt.

In den vergangenen drei Monaten hatte sich der Ölpreis unter anderem wegen befürchteter Lieferengpässe im Falle eines Irak-Kriegs um rund 45 Prozent erhöht. Der Irak ist weltweit der achtgrößte Ölexporteur und besitzt die weltweit zweitgrößten bekannten Ölreserven.

Aus Kreisen in Saudiarabien war am Vortag bekannt geworden, der weltweit größte Ölexporteur werde einer vorübergehenden Außerkraftsetzung der Ölförder- und Exportquoten der OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder) zustimmen, sollte der Irak im Falle eines Krieges kein Öl mehr exportieren können. (APA/Reuters)

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