Pröll ortet Präferenz für Schwarz-Rot

20. Februar 2003, 21:01
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Landeshauptmann: "Es sind mehr als gedacht mit mir eines Sinnes"

Korneuburg/Wien - Mehr als drei Stunden nach Beginn der Sitzung des ÖVP-Vorstandes zur Frage des künftigen Verhandlungspartners der Volkspartei sind in der Parteizentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse noch keine Informationen nach außen gedrungen. Lediglich der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll ließ sich bei der Startveranstaltung einer Wahlinitiative für ihn einige Andeutungen entlocken: Es seien "mehr als ich ursprünglich gedacht habe mit mir eines Sinnes", so der Landeschef, der ein erklärter Gegner von Schwarz-Blau ist.

Pröll hat am 30. März Landtagswahlen zu schlagen. In den vergangenen Tagen hatte er sich ganz klar gegen eine weitere Zusammenarbeit seiner Partei mit den Freiheitlichen ausgesprochen. "Meine Haltung ist unverrückbar", meinte er nun in Korneuburg. Und: "Gerade auf dem Weg ins größere Europa braucht die Republik Sicherheit und Stabilität und nicht ein Herumwackeln." Den Parteivorstand musste Pröll wegen der Wahlveranstaltung vorzeitig verlassen - freilich nicht ohne zuvor Meinung und Stimme zu deponieren, wie er betonte.

Wegen einer Veranstaltung im Rahmen des OSZE-Wintertreffens hatten auch Nationalratspräsident Andreas Khol und Außenministerin Benita Ferrero-Waldner die Vorstandssitzung zumindest vorübergehend verlassen. Kommentare zum Verlauf der Sitzung oder zu ihren Vorlieben waren freilich nicht zu bekommen. (APA)

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