Erdogan kann bei Parlamentsnachwahl in zwei Wochen kandidieren

20. Februar 2003, 19:30
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Türkische Wahlbehörde wies Einsprüche gegen Kandidatur ab

Ankara - Der Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP, Recep Tayyip Erdogan, ist seinem Ziel, türkischer Regierungschef zu werden, einen weiteren Schritt näher gekommen. Die oberste Wahlbehörde des Landes wies am Donnerstag Einsprüche gegen seine Kandidatur bei der Parlamentsnachwahl am 9. März in der südostanatolischen Provinz Siirt ab. Wegen einer Vorstrafe wegen Volksverhetzung hatte Erdogan bei der Parlamentswahl im vergangenen November nicht kandidieren können.

Die gesetzlichen Hürden, die ihn daran hinderten, hat die AKP-Regierung mittlerweile aus dem Weg geräumt. Damit begründete auch die Wahlbehörde die Zurückweisung der Einsprüche. Als gewählter Abgeordneter könnte Erdogan das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen, das seit dem Wahlsieg der islamisch-konservativen Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei (AKP) sein Parteifreund Abdullah Gül wahrnimmt.(APA/dpa)

  • Der heimliche türkische Ministerpräsident Erdogan kann nun bald offizieller Regierungschef werden.
    foto: epa/tarik tinazay

    Der heimliche türkische Ministerpräsident Erdogan kann nun bald offizieller Regierungschef werden.

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