Hörspielpreis an Christoph Schlingensief für "Rosebud"

23. Februar 2003, 21:07
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Gewürdigt: Die "satirischen Funken" von "Rosebud"

Düsseldorf - Der deutsche Aktionskünstler und Theatermacher Christoph Schlingensief erhält in diesem Jahr den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden. Schlingensief habe mit seinem bizarren Hörspiel "Rosebud" aus der gegenwärtigen Politik- und Medienszenerie satirische Funken geschlagen und die "mit billigsten, marktschreierischen Zutaten operierende Publizistik der Berliner Republik" entlarvt, so der Bund der Kriegsblinden Deutschlands und die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen.

"Rosebud" sei ein Hörspiel, "das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert", hieß es in der Begründung. Die knapp 40-minütige Auftragsproduktion des WDR wurde am 4. März vergangenen Jahres erstmals ausgestrahlt. Der zum 52. Mal verliehene undotierte Preis wird am 7. Juli im Bundesrat in Berlin überreicht. Frühere Preisträger waren unter anderem Günter Eich, Ingeborg Bachmann, Friedrich Dürrenmatt, Heiner Müller, Friederike Mayröcker und Ernst Jandl. (APA/dpa/AP)

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