Kroatien löst Bremsen bei INA-Teilverkauf

24. Februar 2003, 18:45
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Unendliche Geschichte der Privatisierung des kroatischen Ölriesen soll nach fast fünf Jahren über die Bühne gehen - OMV hat gute Chancen

Wien - Seit fast fünf Jahren liegt die Privatisierung des kroatischen Ölkonzerns INA auf Eis. Mitschuld an dieser unendlichen Entstaatlichungsgeschichte hat die Politik, der der Einfluss auf eines der größten Unternehmen des Landes wichtiger war als mögliche Millioneneinnahmen. Auch der mit der Privatisierung vermutlich einhergehende Personalschnitt hat Kroatien zaudern lassen. Nun macht Zagreb wirklich Ernst mit dem Verkauf von 25 Prozent von INA, sagen Insider.

Gute Chancen für die OMV

Branchenkenner räumen der OMV gute Chancen ein, auch wenn das heimische Unternehmen weniger geboten haben soll als die Konkurrenten, die russische Rosneft und die ungarische Mol. Für die Österreicher würden die Erfahrungen im Vertrieb sprechen, während Rosneft die große Erdölförderung in die Waagschale werfen kann. Derzeit ist ein Ausbau der Leitungsverbindungen zwischen Russland und dem Mittelmeer in der Planungsphase.

Vorverkaufsrecht

Neben dem Preis (zwischen 380 und 440 Mio. Dollar/354 bis 410 Mio. Euro) wird noch um ein Vorkaufsrecht gefeilscht, damit bei einer möglichen weiteren Privatisierung nicht ein anderes Ölunternehmen die Mehrheit erwerben kann. (Clemens Rosenkranz, DER STANDARD, Printausgabe 25.2.2003)

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OMV

  • Kroatien macht im Gefolge des EU-Beitrittsantrags nun Ernst mit dem Verkauf von 25 Prozent des nationalen Ölkonzerns INA. Einer der drei Bewerber ist die heimische OMV.
    foto: omv

    Kroatien macht im Gefolge des EU-Beitrittsantrags nun Ernst mit dem Verkauf von 25 Prozent des nationalen Ölkonzerns INA. Einer der drei Bewerber ist die heimische OMV.

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