"Geschichte zum Anfassen"

20. Februar 2003, 17:31
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Das Heeresgeschichtliche Museum Wien führte für Blinde

Wien - Historische Entwicklungen und Ereignisse sind in Wirklichkeit nur mit dem "geistigen Auge" zu erfassen, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung des Heeresgeschichtlichen Museums. Aus diesem Grund waren Blinde am 14. Welttag der Fremdenführer am Donnerstag zu einer Führung unter dem Motto "Geschichte zum Anfassen" geladen.

Vom Team rund um Direktor Manfried Rauchensteiner wurden die Exponate ausgewählt. Die Sehbehinderten konnten die Ausstellungsobjekte berühren, um sich ein Bild jener Geschehnisse machen zu können, die Österreich in seiner Vergangenheit entscheidend bewegt haben, hieß es.

Highlight der Führung war "das Auto von Sarajewo", in dem 1914 das österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar ermordet worden war. Erstmals konnten blinde Besucher ihre Hände auf jene Einschüsse legen, die den Ersten Weltkrieg entfesselten. (APA)

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