Konkurs der Wiener Filmfirma Prisma

20. Februar 2003, 21:31
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Produzentin von "Lovely Rita", "Martha", "Vollgas"

Wien - Die in Wien ansässige Prisma Filmproduktion musste den Konkurs anmelden. Die Filmfirma ist mit rund zwei Mio. Euro überschuldet und strebt einen Zwangsausgleich an, über den im März entschieden werden soll, so Masseverwalter Norbert Abel.

Die von Michael Seeber und Heinz Stussak gegründete Firma widmete sich zunächst der Produktion von Dokumentarfilmen und TV-Dokumentationen. Seit 1996 wurden auch Spielfilme produziert, darunter "Die totale Therapie" von Christian Frosch, "Lovely Rita" von Jessica Hausner, "Martha" von Sandra Nettelbeck und "Vollgas" von Sabine Derflinger.

Zwangspause

Derzeit werde die Prisma Film fortgeführt, der Zwangsausgleich soll im März mit den rund 80 bis 100 Gläubigern verhandelt werden. Ein Nichtzustandekommen des Zwangsausgleiches würde, so Abel, "nicht notwendigerweise den Untergang" der Prisma Filmproduktion bedeuten: "Man überlegt die Weiterführung in einer Auffanggesellschaft".

Für die derzeit laufenden Produktionen bedeute der angemeldete Konkurs eine "Pause von rund zwei Monaten", bevor sicher sei, wie es weitergehen werde. "Es ist völlig klar, dass solange der Konkurs im Raum steht keine großen Aktivitäten entfaltet werden".

Als internationale Koproduktionen sind derzeit "Leo" von Bakhtiar Khudojnazarov und "Verschwörungen" von Christian Frosch in Vorbereitung. Im Dokumentarfilmbereich wurde "Ein Zufall im Paradies"von Matthias von Gunten als österreichisch-schweizerische Koproduktion fertig gestellt. Die letzten Förderungen der Prisma Filmproduktion durch das Österreichische Filminstitut galten der Drehbuchentwicklung von "One Way Hotel" (Buch & Regie: Kitty Kino) sowie eine Projektentwicklungsförderung für den Spielfilm "Pique Dame". (APA)

(S E R V I C E - http://www.prisma-wien.at)

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