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20. Februar 2003, 16:06
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Schweizer Bundesrichter spuckte Journalisten an

Am obersten Schweizer Gericht ist ein Richter von der Rechtsprechung ausgeschlossen worden, weil er in die Richtung eines Journalisten gespuckt haben soll. Bundesrichter Martin Schubarth soll im Gericht auf den ihm unliebsamen Gerichtsreporter der "Neuen Zürcher Zeitung" gespuckt haben. Die Spucke traf einen daneben stehenden Gerichtsdiener im Gesicht, den Reporter an der Kleidung. Schubarth sagte aus, er habe sich nur verschluckt, gehustet und dabei Auswurf gehabt.

Von den 30 Richtern, die vom Parlament ernannt werden, stimmten 28 dafür, Schubarth von der aktiven Rechtsprechung auszuschließen. Der Richter, der von den Sozialdemokraten 1982 ins Amt gebracht worden war, muss sich nun eine anderen Aufgabe bei Gericht suchen. Ihm wurde der Rücktritt nahe gelegt. (APA/dpa)

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