Handyhersteller treiben Outsourcing auf die Spitze

20. Februar 2003, 16:01
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Bis 2005 kommen 40 Prozent der Handys von Drittanbietern

Etablierte Handyhersteller nutzen zunehmend die Dienste von weitgehend unbekannten Drittunternehmen um ihre Angebotspalette an Mobiltelefonen schnell zu erweitern. Wie der auf Mobilkommunikation spezialisierte Marktforscher Northstream am Donnerstag auf dem 3GSM World Congress 2003 in Cannes bekannt gab, werden so bis zum Jahr 2005 rund 40 Prozent aller Handys von ODMs (Original Design Manufacturer) kommen.

Zusätzliche Möglichkeiten

"Die Zunahme der ODM wird vollkommen die Wertschöpfungskette bei der Produktion von Mobiltelefonen ändern", erklärte Anders Lindqvist, "Die etablierten Hersteller erhalten zusätzliche Möglichkeiten ihre Angebotspalette zu entwickeln, während Mobilfunkanbieter maßgefertigte Handys unter der eigenen Marke anbieten können." Für einen großen Player sind diese Drittproduzenten und Unternehmen der Zugang zum Mobilfunkmarkt. Microsoft eröffnen die ODM die Möglichkeit sein Smartphone-Betriebssystem Windows CE für Smartphones auf den Markt zu bringen.

Diese Unternehmen übernehmen nicht nur die Produktion sondern auch die Entwicklung und das Design der Produkte. Damit nehmen sie den etablierten Herstellern einen Großteil des Risikos ab. Schließlich kostet zurzeit die Entwicklung eines Handys je nach Ausstattung zwischen 20 und 120 Mio. Dollar. Die meisten dieser ODM-Unternehmen wie BenQ oder Lite-On Technology sind in Taiwan beheimatet. An der zweiten Stelle liegt Südkorea. Aber auch in anderen Staaten treten immer mehr ODM auf. So zeichnet das finnische Unternehmen Microcell für Sony Ericssons T66 verantwortlich.(pte)

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