Neuer Porr-Vorstand nun bestellt

20. Februar 2003, 17:44
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Fünf statt zwei - Pöchhacker bleibt Vorsitzender

Wien - Jetzt ist es offiziell: Der Aufsichtsrat von Österreichs zweitgrößtem Baukonzern, Porr, hat den Vorstand von zwei auf fünf Personen aufgestockt. Der Vertrag von Horst Pöchhacker (64), seit 27 Jahren im Porr-Vorstand und seit 21 Jahren Generaldirektor, wurde bis 31. Dezember 2005 verlängert. Der bisherige Finanzvorstand Manfred Kogler geht mit Ende Februar in Pension. Per 1. März wurden außerdem Wolfgang Hesoun (43), Martin Huber (43), Helmut Mayer (50) und Peter Weber (52) als Vorstände bestellt.

Drei der vier neuen Vorstandsmitglieder kommen aus der Porr. Die Eigentümer erwarten sich vom neuen Vorstandsteam "auf Basis der bestehenden Substanzstärke eine deutliche und nachhaltige Steigerung der Ergebnisse".

Aufgabenverteilung

Pöchhacker wird sich als Vorsitzender des Vorstandes um die Strategie, Öffentlichkeitsarbeit, Personal, Revision und Organisation kümmern. Hesoun betreut die Infrastruktur, Logistik und Umwelttechnik und koordiniert alle technischen Agenden wie Qualitätsmanagement. Huber ist für Projektentwicklung und Projektfinanzierung zuständig. Er koordiniert auch den Einkauf im Konzern. Weber betreut das Immobilienportfolio-Management und die Konzernstruktur sowie das Informationsmanagement, das Controlling und die Koordination aller Rechtsfragen. Mayer (bisher Teerag Asdag) managt den Finanzbereich und das Rechnungswesen einschließlich der IT-Aktivitäten, koordiniert alle Versicherungsfragen und betreut den Bereich Investors Relations.

Weber war bisher Aufsichtsratsmitglied bei der Porr und ihrer Tochter UBM. Derzeit ist Weber Chef der Bank Austria Immobilienstiftung B.A.I. Hesoun, Neffe des früheren SP-Sozialministers Josef Hesoun, ist derzeit Vorstand der Tochterfirma Porr- Technobau und Umwelt. Huber ist im Führungsgremium der Porr-Hochbau.

1,8 Milliarden Euro Umsatz

Mit 9600 Mitarbeitern erzielte die Porr zuletzt einen Umsatz von 1,8 Mrd. Euro. Größter Einzelaktionär der Porr ist mit 37 Prozent die Bank Austria über ihre Stiftung B&C Holding. Die Wiener Städtische hält 23 Prozent, der Unternehmer Klaus Ortner 27 Prozent, rund vier Prozent sind im Besitz der Wiener Holding, der Rest ist Streubesitz. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Printausgabe 21.2.2003)

 

 

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