Milliardenklage gegen Bertelsmann

21. Februar 2003, 10:36
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Songschreiber ziehen wegen Investitionen des deutschen Medienriesen in Tauschbörse Napster vor Gericht - 17 Milliarden Dollar Schadenersatz gefordert

New York - Der Bertelsmann-Konzern ist in den USA wegen seiner Beteiligung an der Online-Musiktauschbörse Napster auf 17 Mrd. Dollar (15,8 Mrd. Euro) Schadenersatz verklagt worden. Die Kläger, darunter auch zwei berühmte Komponisten, werfen Bertelsmann vor, Napster mit finanziellen Zuschüssen die massenhafte Verletzung von Urheberrechten ermöglicht zu haben. Der Chef des Musikverlags Leiber and Stoller Music Publishing, Randy Poe, sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP, die Klage vor dem New Yorker Bundesgericht markiere eine neue Etappe im Kampf der Musikindustrie gegen den Copyright-Bruch.

Geführt wird die Klage von den Komponisten Jerry Leiber und Mike Stoller, die Hits wie "Jailhouse Rock" und "Stand by me" geschrieben haben, sowie Musikverlagen. Sie hoffen, ihren Vorstoß zu einer Sammelklage in Namen von rund 160.000 Komponisten und deren Verlagen ausweiten zu können. Ähnliche Klagen waren zuvor bereits gegen Napster selbst geführt worden. Zu einem Prozess kam es jedoch nie, weil die Internetfirma in Konkurs ging. (APA/AFP)

  • Das Engagement des deutschen Medienkonzerns bei der Online-Musiktauschbörse Napster soll nun vor Gericht ein Nachspiel haben.
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    Das Engagement des deutschen Medienkonzerns bei der Online-Musiktauschbörse Napster soll nun vor Gericht ein Nachspiel haben.

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