Steirer-Fluglinie "nimmt Kampf auf"

20. Februar 2003, 17:54
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Styrian Spirit will AUA-Tarif kräftig unterbieten - Start im März - Flüge von Graz, Linz und Wien zu deutschen Destinationen

Graz- Mit einem anderen Linienplan als ursprünglich vorgesehen startet die Styrian Spirit, die anfangs unter Styrian Airways firmierte. Ab Montag, dem 24. März werde man die Flugzeuge in der Luft haben. Ab 24. Februar sei man buchbar, so Vorstand Otmar Lenz am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Graz. Den von der AUA hingeworfenen Fehdehandschuh im Tarifbereich nahm Lenz auf: "Wir haben klare Tarife, die liegen zwischen 20 und 40 Prozent unter jenen des Mitbewerbers". 61 Flüge pro Woche wird es vorerst nur von Graz, Linz und Wien nach Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München geben.

"Der Kampf beginnt"

Die Bekanntgabe neuer AUA-Tarife am Mittwoch just auf jenen Linien, die auch die Styrian Spirits bedient, verstand Lenz als "Störfeuer". Er sei verwundert über die AUA-Linie wie "Der Kampf beginnt". Man werde den Kampf sicher aufnehmen, aber die Passagiere dächten sich schon ihren Teil, wenn man bisher jahrelang für einen Deutschland-Flug rund 1000 Euro hinblättern musste und nun dieselbe Leistung um etwas über 100 Euro bekäme. "Unsere Tarife sind planbar", so Lenz, "und wir wollen mit 'Best Fare' zwischen 20 und 40 Prozent unter jenen der AUA liegen." Die AUA wies in einer Aussendung darauf hin, dass das am Mittwoch präsentierte neue Tarifkonzept in keinem Zusammenhang mit dem Marktstart der grün-weißen Airline stehe.

"Steirisch inspiriert"

"Unsere Airline versteht sich als Home Carrier", sagte Lenz, die sich auch steirisch präsentieren will - etwa beim Catering, das von Attila Dogudan stamme, "nicht von Do & Co", wie Lenz erklärte. Auch die Kleidung der Flugbetreuer werde steirisch inspiriert sein, wenn auch kein Tracht". Primäres Zielsegment seien die Geschäftsreisenden, man will aber auch - vor allem an den Wochenenden - den touristischen Bereich ansprechen.

23 Millionen Euro Umsatz erwartet

Im ersten Geschäftsjahr wird bei rund 5.000 Flügen mit etwa 90.000 Passagieren und einem Umsatz von 23 Mio. Euro gerechnet. Im Jahr 2004 sollen es dann schon rund 130.000 Passagiere, und 36 Mio. Euro Umsatz sein. Für 2005 rechnet Lenz mit einer Verdoppelung der Zahlen von 2003. Die Styrian Spirit operiert im ersten Jahr mit drei Jets der Firma Canadair: Im nächsten Jahr will Styrian-Chef Otmar Lenz die Flotte von derzeit drei Canadair Regional Jets CRJ 200 LR, die 50 Fluggäste aufnehmen können, auf sechs aufstocken.

Styrian Spirit ist im Besitz der Styrian Airways Beteiligungs AG, deren Vorstand Ex-Tyrolean-Chef Fritz Feitl ist. Das Grundkapital in Höhe von acht Mio. Euro stellten die Gesellschafter rund um den Grazer Steuerberater und EStAG-Aufsichtsratschef Norbbert Ertler sowie Magna-Chef Siegfried Wolf bereit. (APA)

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