Fassadenenthüllung bei Albertina

20. Februar 2003, 12:57
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Rekonstruktion des historischen Zustands an der Augustinerstraße - Kein Interims-Provisorium für Hollein-Flugdach

Wien - Nach langer Einrüstung ist die Fassade der Albertina auf der Seite der Augustinerstraße wieder sichtbar - in neuer Farbgebung. Die Gerüst-Abbauarbeiten schreiten planmäßig voran.

An anderen Teilen des Hauses wird freilich bis zum Eröffnungstermin am 14. März noch mit Hochdruck gearbeitet. Die Gerüste und Baustellen-Planen an der Stirnseite werden erst knapp vor Eröffnung beseitigt.

Kein Provisorium

Während die Rolltreppe in der Bastei bereits eingebaut ist, wird das darüber liegende markante Flugdach nach Entwürfen von Hans Hollein derzeit in einem Raumfahrtunternehmen in der Nähe von Moskau (mit Titan aus dem Ural) gefertigt und soll erst im Spätsommer angeliefert werden. Auf das zunächst geplante Provisorium wird nun nach Auskunft von Albertina-Sprecher Stefan Musil verzichtet.

Permanente Beheizung

Die Albertina-Fassade an der Augustinerstraße zeigt nun in Palais-Höhe die Fabgebung aus dem Jahr 1865. "Die grob vereinfachte und historisch falsche Fassade des Wiederaufbaus konnte endlich wieder in ihren alten Zustand zurückversetzt werden. Die verloren gegangenen Zierteile wurden von Steinmetzen originalgetreu nachskulpiert", heißt es dazu aus der Albertina:

"Die neue Farbgebung ist entsprechend den historischen Befunden wieder zweifärbig. Möglich wurde der Anstrich durch eine permanente Beheizung der Fassade, damit die hoch sensible Farbe trotz winterlicher Temperaturen ordentlich durchtrocknen konnte."

Sockelzone noch in Arbeit

Erst nach der Eröffnung soll der von einem Steinwulst getrennte untere Teil der Augustinerstraßen-Fassade, hinter dem sich unter anderem die Räumlichkeiten des Österreichischen Filmmuseum befinden, fertig gestellt werden. Nachdem diese beiden Kellergeschoße des auf der Bastei liegenden Palais bis zum Zweiten Weltkrieg von der durch einen Bombentreffer zerstörten Rampe verdeckt wurden, hat man sich in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt für diesen Fassaden-Teil zu einer Neugestaltung durch Hans Hollein entschlossen. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die Fassade der Albertina am 20.2.

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