"Rosebud"

20. Februar 2003, 12:55
posten

Hörspielpreis der Kriegsblinden für Christoph Schlingensief

Der deutsche Aktionskünstler und Theatermacher Christoph Schlingensief erhält in diesem Jahr den Hörspielpreis der Kriegsblinden. Schlingensief habe mit seinem bizarren Hörspiel "Rosebud" aus der gegenwärtigen Politik- und Medienszenerie satirische Funken geschlagen und die "mit billigsten, marktschreierischen Zutaten operierende Publizistik der Berliner Republik" entlarvt, teilten der Bund der Kriegsblinden Deutschlands und die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen mit.

"Rosebud" sei ein Hörspiel, "das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert", hieß es in der Begründung. Die knapp 40-minütige Auftragsproduktion des WDR wurde am 4. März vergangenen Jahres erstmals ausgestrahlt.

Der zum 52. Mal verliehene undotierte Preis wird am 7. Juli im Bundesrat in Berlin überreicht. Frühere Preisträger waren unter anderem Günter Eich, Ingeborg Bachmann, Friedrich Dürrenmatt, Heiner Müller, Friederike Mayröcker und Ernst Jandl. (APA/dpa/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.