US-Künstler riefen zu "virtuellem Marsch" auf Washington auf

20. Februar 2003, 12:39
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"Win without War": Mit E-Mails und Telefaxen wollen sie ab Montag die Regierung bombardieren

Los Angeles - Um Bomben auf irakische Städte zu verhindern, wollen US-Künstler ihre Regierung mit Fragen bombardieren. Hollywood-Stars und Fernsehserien-Schauspieler riefen am Mittwoch zu einem "virtuellen Marsch" auf Washington auf: Sie wollen ihre Regierung am kommenden Montag mit E-Mails, Faxen und Telefonanrufen regelrecht außer Gefecht setzen.

"Unsere Botschaft an Washington wird klar sein: 'Keine Invasion im Irak!'", sagte Schauspieler Martin Sheen - bekannt als Darsteller des US-Präsidenten in der Fernsehsendung "West Wing" - bei einer Pressekonferenz des Anti-Kriegs-Projekts "Win without War" ("Siege ohne Krieg") in Los Angeles.

"Stellen Sie Fragen"

Zwischen 9.00 Uhr und 17.00 Uhr Ortszeit (somit zwischen 03.00 Uhr und 11.00 Uhr MEZ) wollen die Schauspieler zu Beginn kommender Woche Telefone und Computer überfluten und gleichzeitig per Fernseh-Spot Zuschauer zur Nachahmung animieren. Die USA könnten den irakischen Machthaber Saddam Hussein auch in seine Grenzen weisen, "ohne unschuldige Menschen zu töten", sagte Sheen weiter.

"Schreiben Sie ihrem Kongressabgeordneten. Teilen Sie Ihre Meinungen mit. Stellen Sie Fragen", forderte die Schauspielerin Angelica Huston, die sich mit ihrer Rolle in "The Addams Familiy" einen Namen machte und jüngst im Kinoerfolg "The Royal Tenenbaums" zu sehen war.

Janeane Garofalo, Star aus "Big Trouble" und "The Laremie Project", bedauerte, dass "unsere Führer in Washington mit Millionen von Amerikanern nicht auf einer Linie sind." An dem Projekt sind außerdem die Film- und Regiegrößen Oliver Stone, Robert Altman, Jane Fonda, Barbara Streisand, Susan Sarandon, Robert Redford und Sean Penn sowie Popstar Madonna beteiligt. (APA)

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