Haupt bei Schüssel im Kanzleramt

20. Februar 2003, 13:25
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Nach "sachlichem" Gespräch wartet FP-Chef den VP-Bundesvorstand ab

Wien - "Sachlich wie immer" war das Gespräch zwischen Sozialminister Herbert Haupt (F) und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) nach Einschätzung des FPÖ-Chefs. Chancen auf eine Regierungsbeteiligung der FPÖ bezifferte Haupt wie bereits in den vergangenen Wochen weiterhin mit 30 Prozent. Man habe die Punkte nun auf den Tisch gelegt, die Entscheidung werde der ÖVP-Vorstand am Donnerstagabend treffen.

Die Frage, ob die FPÖ für den Fall weiterer Koalitionsverhandlungen der Volkspartei mit den Sozialdemokraten noch zu Gesprächen bereit sein werde, wollte Haupt nicht beantworten: Dies werde man "in Ruhe am Abend nach der Entscheidung der ÖVP" intern beraten. Dass die Chancen der Fortsetzung einer schwarz-blauen Koalition durch die öffentlichen Sympathiebekundigungen einiger ÖVP-Landeschefs für ein Zusammengehen mit der SPÖ gesunken sein könnten, glaubt Haupt nicht. Schließlich habe es innerhalb der Volkspartei von Anfang an drei Gruppen gegeben: Die "Charmegruppe" habe sich für ein Zusammengehen mit den Grünen ausgesprochen, einige würden die Koalition mit der SPÖ bevorzugen und eine dritte Fraktion spreche sich für die Fortsetzung des "Erfolgswegs der letzten Jahre" aus.

Inhaltliche Details über das Gespräch mit Bundeskanzler Schüssel wollte Haupt nicht nennen. Auch welche Koalitionsbedingungen die FPÖ stellen wolle, beantwortete der FP-Chef nicht. Schließlich habe es sich um ein Vier-Augen-Gespräch gehandelt: "Ich bin nicht bereit, alles in der Öffentlichkeit zu bereden". (APA)

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