AUA: Verhaltener Optimismus für 2003

20. Februar 2003, 12:38
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Airline kehrte 2002 in die schwarzen Zahlen zurück - Für heuer wird leicht besseres Ergebnis erwartet

Wien - Die börsenotierte Austrian Airlines AG (AUA) ist im Geschäftsjahr 2002 wie erwartet in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Nach den am Donnerstag veröffentlichten vorläufigen Zahlen beläuft sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) voraussichtlich auf 41,4 Mio. Euro, nachdem 2001 noch ein negatives Ebit von 88,9 Mio. Euro verzeichnet wurde. Die Umsatzerlöse fielen mit 2,204 (2,096) Mrd. Euro um 5,2 Prozent höher aus als 2001. Das Ergebnis vor Steuern wird nach Abzug des Finanzergebnisses von -37,4 (-75,1) Mio. Euro bei 4,0 (-164,1) Mio. Euro erwartet. Der Jahresüberschuss dürfte mit 42,9 Mio. Euro positiv ausfallen, nachdem im Jahr zuvor noch ein Fehlbetrag von 166 Mio. Euro herausgekommen war.

Schuldenabbau

Die von den Analysten als bedrohlich eingestuften hohen Verbindlichkeiten konnten laut AUA "auf Basis des konsequenten und umfassenden Sanierungsprogrammes" um 433,6 Mio. Euro von 2,705 auf nunmehr 2,272 Mrd. Euro gesenkt werden. Der im Net Gearing ausgedrückte Verschuldungsgrad sank damit von 337,9 Prozent auf 290,2 Prozent. Vorstandsvorsitzender Vagn Soerensen sprach von einem "ersten Schritt", in dem es gelungen sei, die Gruppe "mit vereinten Kräften, Kampfgeist und großem Einsatz der Mannschaft (...) in die Gewinnzone zurückzuführen". Das Fundament für den Aufschwung sei gelegt.

Vorsichtiger Ausblick

Sehr zurückhaltend ist die AUA in Hinblick auf Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr 2003: Das Jahresergebnis werde aus heutiger Sicht "über jenem für 2002 liegen", hieß es . Die Passagierziffern lagen im Jänner 2003 mit 585.275 Fluggästen zwar um 9,2 Prozent über dem Vergleichsmonat 2002, aber doch unter den eigenen Erwartungen. "Auf Grund der in der Dimension und Nachhaltigkeit noch nicht abschätzbaren Konjunkturflaute und der tatsächlichen Auswirkungen eines möglichen Irak-Konflikts kann zum jetzigen Zeitpunkt keine abgesicherte Prognose für das Ergebnis des Geschäftsjahres 2003 abgegeben werden", teilte die AUA mit.

"Temporäre Delle"

Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines eventuellen Irak-Konflikts werde dem Ergebnisverlauf "eine temporäre Delle zufügen", so AUA-Chef Vagn Sörensen in der Mitteilung. Der eingeschlagene Sanierungskurs könne dadurch aber nicht grundsätzlich aufgehalten werden. Ursprünglich war die AUA-Gruppe für 2003 von einem Betriebserfolg von 120 Mio. Euro Ebit und einem Nettogewinn von 45 Mio. Euro ausgegangen. Am 12. Februar wurden diese Prognosen wegen eines "ausgeprägten Nachfragerückgangs" seit Jahresbeginn und weniger Vorausbuchungen zurückgenommen.

Aktie im Plus

An der Wiener Börse verzeichnete die AUA-Aktie im frühen Handel ein Plus von 1,32 Prozent. Gegen 10.30 Uhr (MEZ) notierte das Papier bei 6,89 Euro nach dem Schlusskurs von 6,80 Euro am Mittwoch. (APA)

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