Mehr als acht Millionen Kreditkarten-Konten von Hackern geknackt

20. Februar 2003, 09:28
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Skandal weitet sich aus - Neben Visa und MasterCard auch American Express betroffen

Der Skandal um geknackte Kreditkarten - der WebStandard berichtete - weitet sich in den USA aus. Nach jüngsten Angaben stahlen Hacker vermutlich die Daten von mehr als acht Millionen Kreditkarten. Zunächst war von fünf Millionen der Anbieter Visa und MasterCard die Rede gewesen. Wie der Nachrichtensender CNN am Dienstag berichtete, sind auch Kreditkarten von American Express betroffen.

Jede 100. Visa und Masterkarte geknackt

Nach Angaben von CNN wurde damit jede 100. Visa und Masterkarte in den USA geknackt. Die unbekannten Hacker gelangten an die sensiblen Daten über ein Drittunternehmen, das in Nordamerika Kreditkartenabrechnungen bearbeitet, hieß es. Bislang gebe es keine Hinweise, dass den Besitzern der geknackten Kreditkarten ein Schaden entstanden sei.

Zahlen!

Visa erklärte, den Hackern seien die Daten von 3,4 Millionen Kartenkonten in die Hände gefallen. Bei MasterCard sprach man von mehr als zwei Millionen Daten. In den USA zirkulieren nach Branchenschätzungen insgesamt 560 Millionen Kreditkarten von Visa und MasterCard. Allein mit den Kontendaten - Name des Besitzers und Kartennummer - könnten Unbefugte Zahlungen vornehmen, etwa zum Anmieten eines Autos oder zum Kauf eines Flugtickets.

Schutz vor künfigen Einbrüchen

"Visas Team zur Abwehr von Fälschungen hat unverzüglich alle Finanzinstitute unterrichtet, die unsere Kreditkarten herausgeben", teilte Visa mit. Außerdem arbeite man eng mit den Drittfirmen zusammen, die die Transaktionen verarbeiten, um sie vor künftigen Einbrüchen zu schützen. MasterCard erklärte, der Diebstahl von mehr als zwei Millionen Datensätzen sei in der ersten Februar-Woche aufgefallen. Den Namen des so genannten Prozessors, bei dem die Hacker eingebrochen sind, wollten beide Kreditkarten-Gesellschaften nicht nennen.(APA/dpa)

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