Kopfgeld für DVD-Raubkopierer

19. Februar 2003, 20:47
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Hollywood ködert Informanten in Asien

Bangkok - Hollywoods Filmindustrie will der Produktion von DVD-Raubkopien in Asien durch die Bezahlung von Informanten auf die Schliche kommen. Insgesamt etwa 150.000 Dollar seien für Hinweise ausgesetzt worden, die zur Zerschlagung illegaler DVD-Fabriken führten, informierte ein Sprecher des Branchenverbandes Motion Picture Association (MPA), die die Interessen der großen Hollywoodstudios wie Warner Brothers, Twentieth Century Fox und Walt Disney vertritt.

Der Aufbau des Informantennetzes soll sich nach Angaben des Sprechers im kommenden Monat auf Thailand, Indien, Indonesien, Korea, Malaysia, Singapur, Taiwan und die Philippinen erstrecken.

Die Film-Piraterie habe sich in Asien zum organisierten Verbrechen entwickelt mit Verbindungen in die Geschäftswelt und zur Politik. Durch Raubkopien von DVDs büßte die US-Filmindustrie in Asien im vergangenen Jahr rund 600 Millionen Euro ein.

Der Anteil der illegal gebrannten DVDs mache in den Ländern zum Teil bis zu 90 Prozent der dort verkauften Filme aus. Zudem würden diese Staaten Kopien nach Europa und in die USA exportieren. (APA/Reuters)

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