Wiener U-Bahn ist nur schwer entflammbar

19. Februar 2003, 20:49
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Wenn Feuer ausbricht und ein Fahrgast zieht die Notbremse, bleibt der Zug nicht stehen - es gilt die nächste Station zu erreichen

Wien - Wenn in einer Wiener U-Bahn Feuer ausbricht und ein Fahrgast zieht die Notbremse, sollte er sich nicht wundern: Der Zug bleibt nicht stehen. Dafür aber bekommt er Sprechkontakt zum Fahrer, der entscheidet, was zu tun ist. Als wichtigste Regel gilt, die nächste Station zu erreichen. Wie Johann Ehrengruber, Sprecher der "Wiener Linien", erklärt, dauere das maximal einige Minuten, inzwischen könne der Fahrer Feuerwehr und Rettung anfordern.

Laut Ehrengruber werden für die Züge nur brandhemmende oder schwer entflammbare Materialien verwendet, Feuerlöscher sind in den Garnituren vorhanden, die Gefahr des plötzlich lichterloh Brennens wie bei dem Anschlag in Südkorea sei somit weitgehend auszuschließen. Allerdings könne Bekleidung, wie etwa Kunstpelze, Flammen nähren.

Für die Brandbekämpfung wurden im gesamten U-BahnNetz "trockene Löschleitungen" verlegt. Die Feuerwehr braucht also nur ganz kurze Schlauchleitungen auszulegen. (APA)

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