50 Busparkplätze unter Maria Theresia

19. Februar 2003, 20:13
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Studie belegt Machbarkeit eines unterirdischen Busparkplatzes - Chance für Restaurierung der historische Gärten zwischen den Museen

Wien - Noch vor einem Jahr wollte man die Berichte des STANDARD nicht wahrhaben, jetzt scheint es doch machbar: Zwischen Natur- und Kunsthistorischem Museum soll ein unterirdischer Parkplatz für rund 50 Busse entstehen. Findet sich ein Konsens zwischen Stadt Wien und dem Bund als Liegenschaftseigentümer, das Projekt umzusetzen, könnte schon 2004 Baubeginn sein, bestätigt Alfred Theuermann, Garagenkoordinator der Stadt.

Das Projekt wird seit Jahren diskutiert, auch angesichts der nie realisierten Heldenplatzgarage. Parkende Touristenbusse in der Nebenfahrbahn des Burgrings wurden bereits zum Verkehrsproblem.

Baukosten

18 Millionen Euro sind in der Studie als Baukosten der unterirdischen Garage veranschlagt. Die Studie wurde unter anderem von in Wien tätigen Garagenbetreibern und potenziellen Errichtungsgesellschaften erstellt.

Die Garage würde zwischen Burgring und Maria-Theresia-Statue errichtet werden. Busse würden vom Ring her einfahren. Unterirdisch würde auch eine Anbindung an das Museumsquartier geschaffen werden, berichtet Theuermann. Dazu muss die U2 gequert werden. Für die Museen könnten zudem neue Nutzflächen erschlossen werden.

Wiederherstellung alter historischer Gärten

Voraussetzung, das Areal zeitweilig in eine Baugrube zu verwandeln, ist die Zustimmung des Denkmalamts. Dieses hat bereits im Vorjahr ein prinzipielles Ja ausgesprochen. Man sehe die einmalige Chance, im Zuge des Garagenbaus die alten historischen Gärten zwischen den Museen originalgetreu wiederherstellen zu können. Dafür wird sogar Maria Theresia, als Statue in der Platzmitte thronend, vorübergehend weichen. Sie wird andernorts frisch herausgeputzt, um jedenfalls in den Garten zurückzukehren.

Probleme sieht man seitens des Wirtschaftsministeriums bei den Fluchtwegen, die in einer Tiefgarage eingebaut werden müssten: Nach bestehenden Vorschriften würden die oberirdisch genau in der wertvollen Parkanlage enden. (aw, DR STANDARD Printausgabe 20.2.2003)

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