Mehrere Tote bei Anschlag in Peschawar

12. August 2008, 08:10
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Sprengsatz unter Brücke versteckt - Militärbus vier bis fünf Meter in die Luft geschleudert

Islamabad - Bei einem Anschlag auf einen Bus der Luftwaffe in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar sind am Dienstag mindestens 13 Menschen getötet worden. Mindestens elf Menschen seien verletzt worden, sagte Khizar Hayat vom Lady-Reading-Krankenhaus, in das die Verletzten gebracht wurden. Vier der Verwundeten schwebten in Lebensgefahr. Zu der Explosion kam es, als der Bus über eine Brücke in der Hauptstadt der Nordwest-Grenzprovinz fuhr.

Der Nachrichtensender Dawn meldete, der Sprengsatz sei unter der Brücke versteckt gewesen und ferngezündet worden. Der Bus sei von der Wucht der Explosion vier bis fünf Meter in die Luft geschleudert worden. Möglicherweise habe es sich um einen Vergeltungsschlag nach jüngsten Militäroperationen gegen radikalislamische Aufständische in der Region gehandelt. Die radikalislamischen Taliban hatten mit Vergeltung für die Militäreinsätze in der Grenzregion gedroht.

Die innenpolitische Lage in Pakistan ist derzeit besonders gespannt, nachdem die Regierungskoalition ein Amtsenthebungsverfahren gegen Staatspräsident Pervez Musharraf angekündigt hat. Musharraf, der seine Machtbasis in der Armee hat, wird die Absetzung kritischer Verfassungsrichter angekreidet, mit der er seine Wiederwahl als Präsident im vergangenen Herbst ermöglichte. (APA/dpa/Reuters/AP)

 

 

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