US-Justiz geht gegen weitere Banken vor

11. August 2008, 20:07
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Nach milliardenschweren Ausgleichszahlungen von Großbanken an Privatanleger weitet die US-Justiz ihr Vorgehen gegen die Finanzbranche nochmals aus

New York - Nach milliardenschweren Ausgleichszahlungen von Großbanken an Privatanleger weitet die US-Justiz ihr Vorgehen gegen die Finanzbranche nochmals aus. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo kündigte am Montag Untersuchungen bei den US-Banken J.P. Morgan Chase, Morgan Stanley und Wachovia an. Nach massivem Druck der Behörden hatte in der vergangenen Woche die Schweizer Großbank UBS neben anderen Finanzhäusern dem Rückkauf spezieller Auktions-Anleihen für allein 18,6 Mrd. Dollar (12,5 Mrd. Euro) zugestimmt.

Cuomo wirft den Banken vor, Anlegern fälschlich versprochen zu haben, dass die speziellen Anleihen stets verkäuflich seien. Der Markt für die Auction-Rate-Securities (ARS) war aber im Februar wegen der Finanzkrise zusammengebrochen. Neben der UBS stimmte die Citigroup einem Vergleich zu. Die US-Investmentbank Merrill Lynch kauft Papiere auch ohne eine solche Regelung zurück. Bei allen drei Banken zusammen geht es um mehr als 40 Milliarden Dollar. Zehntausende Investoren profitieren davon.

Die US-Börsenaufsicht SEC nimmt derzeit Berichten zufolge rund 20 Finanzhäuser in der Sache unter die Lupe. Cuomo und Behörden weiterer US-Bundesstaaten führen demnach zudem in mehr als einem Dutzend Fällen Ermittlungen.

Die Zinsen der ARS-Anleihen wurden regelmäßig bei Auktionen festgesetzt. Anleger konnten früher zu diesen Terminen ihre Papiere verkaufen, bis der zuletzt 330 Milliarden Dollar schwere Markt durch die Krise komplett einfror. Die Spezialanleihen wurden insbesondere von Städten, Kommunen und Organisationen in den USA für ihre Finanzierung ausgegeben. (APA/dpa)

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