Petersburg rückt näher

11. August 2008, 19:51
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Der Flughafen Wien ist in die engere Auswahl für eine 30-Jahres-Konzession zum Betrieb des St. Petersburger Flughafens Pulkowo gekommen

St. Petersburg  - Die Flughafen Wien AG, die den Angaben zufolge gemeinsam mit Gazfond und Gazprombank aus Russland bietet, ist nach offiziellen Angaben in die engere Auswahl für eine 30-Jahres-Konzession zum Betrieb des St. Petersburger Flughafens Pulkowo gekommen. Auch Hochtief und Fraport bleibt im Rennen um das Geschäft.

Der Baukonzern Hochtief biete zusammen mit der Holding Renova des russischen Milliardärs Viktor Vexelberg für das 960 Mio. Euro schwere Geschäft, sagte am Montag der Vorsitzende des St. Petersburger Verkehrsausschusses, Nikolai Asaul. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport habe es mit einem gemeinsamen Gebot mit der russischen Bank VTB in die Vorauswahl geschafft.

Die Vorauswahl überstanden ferner die türkische TAV Airports, GMR Infrastructure aus Indien, der Flughafen Singapur mit der Industrie-Holding Basic Element von Oligarch Oleg Deripaska und die australische Macquarie Airports mit der Investmentbank Renaissance. Zwei andere Bieter hätten die Kriterien der Ausschreibung dagegen nicht erfüllt.

Der Flughafen Pulkowo ist gemessen am Passagieraufkommen der viertgrößte Flughafen Russlands. Die Stadt St. Petersburg als Eigentümerin will mit der im April ausgeschriebenen Konzession für den Betrieb 35 Milliarden Rubel (960 Mio. Euro) einnehmen, um bis zum Jahr 2025 ein neues Passagierterminal mit einer Kapazität von jährlich 22 Millionen Flugreisenden zu errichten. Der Zuschlag soll bis zum 12. März 2009 erteilt werden. St. Petersburg hat in den vergangenen Jahren Rekordinvestitionen und einen Bau-Boom verzeichnet. (APA/Reuters)

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