Rätsel um Erhängten am Klopeiner See

11. August 2008, 13:09
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Polizei kann Mord nicht ausschließen

Klagenfurt - Der Tod eines 20-jährigen Niederösterreichers gibt der Kärntner Polizei in St. Kanzian am Klopeiner See Rätsel auf. Sowohl Selbsttötung als auch Mord kommen in Frage.

Der junge Mann aus Aspang war vergangenen Freitag von einem Urlaub in Kroatien zurückgekehrt und hatte bei Freunden in Kärnten noch eine Zwischenstation eingelegt. Nach mehreren Lokalbesuchen war Gerhard P. in der Nacht auf Samstag plötzlich verschwunden, seine Freunde erhielten mehrere SMS mit Abschiedserklärungen. Samstagvormittag erstatteten die Freunde eine Abgängigkeitsanzeige, eine Suchaktion brachte zunächst nichts ein, einen Tag später wurde P. aber schließlich von einer Spaziergängerin in einem Waldstück erhängt aufgefunden.

Die äußeren Umstände deuteten auf einen Suizid hin, doch im Polizeibericht heißt es: "Umstände des Todes sind derzeit nicht geklärt. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kann Fremdverschulden nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden."

Geld weg


Grund für den Zweifel der Sicherheitsbehörde: Der Leichnam wies mehrere Kopfverletzungen auf, außerdem fand die Polizei weder Geld noch Wertgegenstände, die P. noch bei sich gehabt hatte, als er von seinen Freunden das letzte Mal gesehen worden war.

Eine gerichtsmedizinische Obduktion sei angeordnet worden, sagte Helmut Jamnig von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt am Montag zum Standard. Mit ersten Ergebnissen sei frühestens heute, Dienstag, zu rechnen. (Michael Simone/DER STANDARD-Printausgabe, 12.8.2008)

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