Videospiele-Boom hält weiter an

11. August 2008, 12:35
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"Digitale Spiele sind zum Massenphänomen geworden"

Videospielkonsolen sind bei den Deutschen  beliebter als jemals zuvor. Allein in den ersten sechs Monaten diesenm Jahres sind in Deutschland 1,7 Mio. derartiger Geräte über die Ladentische gewandert. Das sind 400.000 Konsolen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und entspricht einem Plus von rund 30 Prozent. Wie der Branchenverband Bitkom bestätigt, legte parallel zu diesen steigenden Verkaufszahlen auch der Umsatz zu. So
kletterten im ersten Halbjahr 2008 die entsprechenden Erlöse in Deutschland auf 335 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2007 lag dieser Wert erst bei 268 Mio. Euro. "Der Games-Markt hat die Spitzenwerte des Vorjahres noch einmal übertroffen. Die technisch hoch leistungsfähigen und bestens ausgestatteten Konsolen finden viele neue Anhänger", kommentiert Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM, die aktuelle Entwicklung.

Massenphänomen

"Digitale Spiele sind absolut zum Massenphänomen geworden. An den Verkaufszahlen der vergangenen Jahre erkennt man, wie weit verbreitet die Spielkonsolen mittlerweile sind", erklärt Florian Koch, Bereichsleiter Digitale Medien und E-Dienste beim BITKOM, im Gespräch mit pressetext. Verantwortlich für diesen Boom sei vor allem der Umstand, dass aktuelle
Geräte technisch sehr leistungsstark und vielseitig einsetzbar sind. "Ob Prozessorleistung, Speicher-Ausstattung oder Laufwerkkomponenten, Konsolen der heutigen Generation sind technisch auf allerhöchstem Niveau. Sie eignen sich als Home-Mediaplayer mit hervorragender Sound- und Bild-Qualität und lassen sich zudem auch in das Heimnetzwerk
integrieren", fasst Koch zusammen. Dank des Internetanschlusses und der umfassenden technischen Ausstattung könnten Konsolen heute sehr viel mehr als nur zum Spielen verwendet werden und seien für die Nutzer damit zunehmend interessanter geworden.

Aufschwung

"Der Videospielmarkt ist nicht nur in Deutschland im Aufschwung begriffen, sondern entwickelt sich auch in anderen europäischen Ländern sehr dynamisch", ergänzt Eric Jannot, Sprecher des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware, gegenüber pressetext. Einerseits sei das enorme Wachstum sicherlich auf die technologische Entwicklung zurückzuführen, die durch viele innovative Ansätze zunehmend mehr Menschen für das Thema Videospiele begeistert
habe. Andererseits habe aber auch die öffentliche Akzeptanz gegenüber Videospielen deutlich zugenommen. "Die Spielebranche wird mittlerweile auch von der Politik unterstützt", so Jannot. Auch der Blick in die Zukunft sei laut Jannot vielversprechend: "Videospiele werden sich künftig vollständig als eigenständige Mediengruppe etablieren können und ihre feste Rolle innerhalb der Unterhaltungskultur einnehmen."

Aufgrund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr erwartet der BITKOM für 2008 neue Rekorde. "Der Umsatz klettert dieses Jahr voraussichtlich um 6,3 Prozent auf 889 Mio. Euro, der Geräteverkauf um 4,5 Prozent auf 4,3 Mio. Stück. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zahl der verkauften Konsolen damit praktisch verdoppelt", prognostiziert der Branchenverband. 2003 verkauften die Hersteller lediglich 2,2 Mio. Exemplare. (pte)

 

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