Britische Erzeugerpreise knapp unter Vormonatsrekord

11. August 2008, 11:03
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Auf Jahressicht sind die Erzeugerpreise im Juli auf Inputbasis um 30,1 Prozent geklettert

London - Der Preisauftrieb auf Erzeugerebene hat sich im Juli nur leicht von dem im Vormonat erzielten Rekordwert abgeschwächt. Auf Jahressicht seien die Erzeugerpreise auf Inputbasis um 30,1 Prozent geklettert, teilte das Nationale Statistikbüro am Montag in London mit. Im Juni hatte der Preisauftrieb mit 30,8 Prozent den kräftigsten Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1986 erreicht. Auf Monatssicht sank das Preisniveau im Juli um 0,6 Prozent. Volkswirte hatten auf Jahressicht mit einem Anstieg um 30,6 Prozent und auf Monatssicht mit einem Plus von 1,1 Prozent gerechnet.

Auch auf Outputbasis stiegen die Erzeugerpreise im Juli mit einem Rekordwert. Zum Vorjahr erhöhte sich das Preisniveau um 10,2 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn. Zum Vormonat kletterten die Preise um 0,4 Prozent. Ebenfalls mit einem Rekordwert stiegen die Outputpreise ohne Energie und Nahrungsmittel. Auf Jahressicht legte der Kernindex um 6,6 Prozent zu.

In Großbritannien hat sich das Defizit in der Handelsbilanz im Juni überraschend stark ausgeweitet. Das Defizit im Außenhandel sei im Monatsvergleich von zuvor 7,4 Mrd. Pfund (9,44 Mrd. Euro) auf 7,7 Mrd. Pfund gestiegen, teilte das nationale Statistikbüro am Montag mit. Volkswirte hatten zuvor nur mit einem Anstieg auf 7,5 Mrd. Pfund gerechnet. Die Statistiker revidierten zudem den Vormonatswert nach unten. Die Behörde hatte zunächst noch einen Wert von 7,5 Mrd. Pfund gemeldet. (APA/dpa-AFX)

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