Was Gesundheit hemmt

11. August 2008, 10:18
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Mit Biofeedback unbewusste Körperabläufe reprogrammieren

Störungen und Krankheiten entstehen durch eine Vielzahl an biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren, denkt die Verhaltensmedizin, und deshalb kann nur eine Veränderung der Lebensgewohnheiten zur Genesung führen.

Körpervorgänge beeinflussen

Biofeedback ist eine sehr erfolgreiche Methode der Verhaltensmedizin, scheinbar automatische Körperabläufe zu beeinflussen. Das Prinzip: Der Patient erhält über bestimmte körperliche Prozesse wie Blutdruck, Muskelspannung, Hautleitfähigkeit, Herzfrequenz oder Atmungstiefe optisch über Kurven oder Balkendiagramme am Computer sowie akustisch Rückmeldung.
Wahrnehmbar machen

Diese normalerweise unbewusst ablaufenden Körpervorgänge werden für den Patienten somit wahrnehmbar, er kann sie nun durch bestimmte Übungen beeinflussen: etwa durch An- und Entspannung. Auf dem Monitor sieht er wiederum unmittelbar die Auswirkungen seines Tuns. Zum Beispiel erkennt ein Hypertonie-Patient durch die direkte Rückmeldung, welche Strategie am erfolgreichsten ist, seinen Blutdruck zu senken.

Ziel ist, dass diese Übung schließlich ohne Computer durchgeführt werden kann und damit belastende körperliche Prozesse willentlich beeinflusst werden. Erfolgreich angewandt wird Biofeedback bei Inkontinenz, bei stressbedingten Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Erschöpfung, in der Schmerztherapie, bei chronischen Muskelverspannungen, Panikattacken, Hyperaktivität und Schlafstörungen. (auk, DER STANDARD, Printausgabe, 11.8.2008)

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