Doppler-Gartmayer schlagen Grand Slam-Sieger von Klagenfurt

10. August 2008, 18:15
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Beim Auftakt glückte Revanche gegen das russische Doppel Barsuk-Kolodinski

Peking - Der Start der drei österreichischen Teams bei den olympischen Beach-Volleyball-Turnieren in Peking ist am Sonntag überaus gelungen ausgefallen. Nach einem 2:0 von Doris und Stefanie Schwaiger gegen die griechischen Ex-Europameisterinnen Vassiliki Arvanity/Vassiliki Karadassiou gewannen Clemens Doppler/Peter Gartmayer gegen die russischen Vize-Weltmeister Dmitri Barsuk/Igor Kolodinski 2:1 (16,-18,14). Nur Florian Gosch/Alexander Horst verloren 0:2.

Doppler/Gartmayer haben in der letzten Partie der ersten Spielrunde eine sehr konzentrierte Leistung geliefert, Vater des Siegs war Gartmayer. Mit unbedingtem Siegeswillen riss er Doppler in dessen ersten Match bei Sommerspielen mit, auch für Gartmayer war es schließlich sein erster Erfolg im Zeichen der Fünf Ringe - und das eine Minute vor Mitternacht (Ortszeit). In Athen 2004 hatte er mit Robert Nowotny seine drei Gruppen-Partien verloren.

"Es ist uns aufgegangen, die Revanche ist gelungen", meinte Doppler nach dem Sieg hinsichtlich der 1:2-Niederlage gegen die späteren Turniersieger gut eine Woche davor beim Klagenfurter Grand Slam. "Wie 'Pez' (Anm.: Gartmayer) heute gespielt hat, war ein Wahnsinn. Er hat 90 Prozent aller Bälle bekommen, er hat jedes Side-Out gemacht. Er hat durchgezogen, und das gegen einen der stärksten Blockspieler der Welt - gegen den Kolodinski."

Im ersten Satz hatten die Österreicher einen Blitzstart auf 8:2 hingelegt, die 1:0-Satzführung danach noch relativ glatt unter Dach und Fach gebracht. Im zweiten Durchgang schien sich das Blatt zu wenden. Doppler: "Mir ist mein Service nicht wirklich aufgegangen, verteidigt habe ich gar nichts. Und die Bälle, die ich bekommen habe, habe ich auch nicht wirklich gemacht. Man hat gesehen, dass Erfahrung bei Olympischen Spielen etwas wert ist."

Und die hatte Gartmayer, was auch Coach Marco Solustri lobend hervorhob. "Ich freue mich für Peter, er hat ein sehr gutes Side-Out gespielt." Der Italiener war bei diesem Spiel in einer Zwickmühle, ist er doch Betreuer beider Teams. Dementsprechend hat er keinem der Duos Tipps mitgegeben. Doppler/Gartmayer fanden aber die richtige Taktik. Doppler: "Wir haben alles kurz auf Barsuk serviert. Das war er nicht gewohnt, das ist aufgegangen."

In der Entscheidung hatte es bei 5:1 für das ÖVV-Gespann schon sehr gut ausgesehen, doch die Russen kamen noch einmal heran. "Sie sind einfach zwei Füchse", erläuterte Doppler. "Sie wissen, wie man in einem dritten Satz spielt, damit man ihn gewinnt. Und ich habe eine ein bisschen zittrige Hand gehabt." Dementsprechend glücklich war der Oberösterreicher nach dem verwerteten zweiten Matchball, da sank er erleichtert in den Sand auf die Knie.

Auch Gartmayer sah das Anspielen von Barsuk als Schlüssel-Schachzug: "Das hat ihm nicht gut getan, er hat immer wieder ins Out geschlagen. Sie haben aber keinen Zentimeter hergegeben und es uns nicht leicht gemacht." Am Dienstag um 7.00 Uhr MESZ spielen Doppler/Gartmayer ihre nächste Partie in Gruppe D gegen die Brasilianer Marcio Araujo/Fabio Luiz, zum Auftakt 2:0 (18,18)-Sieger gegen die Italiener Riccardo Lione/Eugenio Amore. (APA)

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    Geglückte Revanche für Clemens Doppler imd Peter Gartmayer

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