DefCon: Gericht verbietet MIT-Studenten den Mund

10. August 2008, 16:26
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Studenten wollten über Sichheitsmängel im Bostoner Ticketsystem des Nahverkehrs referieren - Kritik seitens der EEF

Einem Artikel der Branchenseite heise-online nach, hat die Massachusetts Bay Transit Authority (MBTA) eine Unterlassungsklage erwirkt, nach der drei Studenten des Massachusetts Institute of Technologie (MIT) auf der IT-Sicherheitskonferenz DefCon nicht über ein Sichherheitsleck im Bezahlsystem des Bostoner Nahverkehrssystem referieren dürfen.

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Die Studenten hatten das Bezahlsystem im Rahmen einer Forschungsarbeit unter die Lupe genommen und sind dabei auf Sicherheitsmängel gestoßen, mit deren Hilfe sich das Ticketsystem austricksen lässt. Im Zuge der Defcon hätte auf Basis ihrer Erkenntnisse ein Vortrag gehalten werden sollen. Die Kläger begründen ihr Wirken mit der potentiellen Gefahr von Nachahmern.

Enttäuschung

Kritik am Urteil kommt seitens der Electronic Frontier Foundation (EFF), die im Beschluss einen Verfassungsbruch sieht. "Die richterliche Anordnung ist eine illegale Vorabeinschränkung legitimer Forschungsarbeit", zitiert heise-online eine Sprecherin.

Die Studenten zeigen sich vor allem enttäuscht, zumal ohnedies wesentliche Details in der Präsentation weggelassen hätten werden sollen, um Trittbrettfahrern vorzubeugen. (zw)

 

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