Südkorea zieht Mitarbeiter aus Ferienregion ab

10. August 2008, 12:28
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Streit um Tötung einer Touristin aus dem Süden

Seoul - Zwischen Pjöngjang und Seoul hat sich der Streit um den Tod einer südkoreanischen Touristen im Norden der Halbinsel verschärft. Seoul habe damit begonnen, seine Angestellten aus dem nordkoreanischen Feriengebiet am Berg Kumgang zurückzuholen, sagte ein Sprecher des Wiedervereinigungsministeriums am Sonntag in der südkoreanischen Hauptstadt. Der erste sei noch am Samstag ausgereist. Bis Donnerstag sollten zehn weitere Angestellte der staatlichen Tourismus-Organisation Koreas sowie neun Regierungsangestellte das Land verlassen, die mit der Zusammenführung getrennter Familien beauftragt seien.

Südkorea reagierte mit der Rückbeorderung auf die Ankündigung Nordkoreas, die Angestellten des Südens auszuweisen. Die in Berg Kumgang stationierte Militäreinheit hatte am Samstag mitgeteilt, dass "das unnötige Personal der südlichen Seite" ausgewiesen werden solle. Zudem kündigte sie an, dass der Grenzverkehr zum Berg Kumgang eingeschränkt und streng kontrolliert werde.

Noch 120 Südkoreaner im Feriengebiet

Das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium bedauerte die Entscheidung Pjöngjangs und forderte den Norden auf, eine Ausweitung der Spannungen zu verhindern und "die Angelegenheit schnell zu klären". Nach der Rückkehr der elf Angestellten lebten dann noch 120 Südkoreaner in dem Feriengebiet, teilte das Ministerium mit.

Hintergrund für die Spannungen zwischen dem Norden und dem Süden ist der Tod einer südkoreanischen Touristin Mitte Juli. Die 53-Jährige war in der Nähe vom Berg Kumgang von einem nordkoreanischen Grenzsoldaten erschossen worden. Sie hatte nach südkoreanischen Angaben einen Zaun überquert und militärisches Sperrgebiet betreten. (APA/AFP)

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