Delle-Karth/Resch derzeit Achte

10. August 2008, 10:37
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Tagesränge 8, 14 und 7 in 49er-Klasse - Ver­hal­tener Auftakt für 470er: Vogl/Flatscher Gesamt-14., Schmid/Reichstädter nur 24.

Qingdao/Peking - Mit den Tagesrängen 8, 14 und 7 und 40 Gesamtpunkten ist das 49er-Duo Nico Delle-Karth/Niko Resch am Montag in der olympischen Segelregatta vor Qingdao auf Platz acht zurückgefallen, vorne liegen die australischen Weltmeister Nathan Outteridge/Ben Austin (13), die am zweiten Tag zwei Wettfahrtsiege schafften. Einen verhaltenen Auftakt legten die zwei rot-weiß-roten 470er-Teams hin, Sylvia Vogl/Carolina Flatscher sind nach den Rängen 9 und 17 nur Gesamt-14., allerdings ist ein Protest anhängig, Matthias Schmid/Florian Reichstädter mit 24 und 20 nur 24.

Punkte für die Medaillenanwärter

Nicht nur Delle-Karth/Resch, auch weitere Medaillenanwärter wie die Briten Stephen Morrison/Ben Rhodes griffen mit 14,15,15 tief in den Punktetopf (Gesamt-Neunte), die Teams aus der Ukraine und den USA sind derzeit überhaupt nicht in den Top Ten vertreten. "Während der ersten Wettfahrt hat der Druck zwischenzeitlich um fünf Knoten abgenommen, da hatten wir lange Zeit Speed-Probleme, und auch in Durchgang drei haben wir uns mit einem Frühstart vorzeitig aus dem Rennen genommen. Wir sind zurückgesegelt, um uns zu entlasten und haben uns anschließend von Platz 19 auf Rang sieben nach vorne gearbeitet, in Summe wäre heute viel mehr drinnen gewesen", bilanzierte Delle Karth.

Auch wenn derzeit 20 Punkte auf eine Medaille fehlen, die Chance lebt weiterhin, denn in der 49er-Klasse kann schnell was passieren. "Wir müssen an uns glauben und unsere Möglichkeiten einfach besser nützen. Dass wir mithalten können, haben wir gesehen", gibt sich der Steuermann aus Tirol kämpferisch. Am Dienstag ist für diese Klasse ein Ruhetag angesetzt.

470er patzten

Für die rot-weiß-roten 470er-Teams, die erstmals bei Olympia dabei sind, verlief der erste Regattatag wenig erfreulich. Vogl/Flatscher mussten sich nach einem soliden 9. Platz in der ersten Wettfahrt mit dem 17. Rang in der zweiten begnügen. Die Österreicherinnen wurden beim Lee-Gate in eine Kollision verwickelt. "Wir mussten den Amerikanerinnen Raum geben, was aber aufgrund der in Lee segelnden Boote aus Tschechien und Schweden nicht möglich war", berichtete Vogl.

Daraufhin legten die USA Protest ein, Vogl/Flatscher einen Einspruch gegen Tschechien und Schweden. Die Österreicherinnen verloren den Protest, wollen sich aber durch die Disqualifikation nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Die Amerikanerinnen haben sich mit den Schwedinnen gut abgesprochen, wir sind bei der Wahrheit geblieben, hatten aber von Beginn weg schlechte Karten", sagte Vogl. "Wir sind schnell und brauchen uns vor niemanden zu verstecken. Wenn andere glauben, ihr Rennen am Grünen Tisch machen zu wollen, sollen sie das ruhig tun, wir konzentrieren uns auf unseren Job auf dem Wasser und werden morgen hoffentlich die richtige Antwort geben."

Die Österreicherinnen fielen damit vom 14. auf den 17. Rang zurück, das Ergebnis ist aber nach wie vor inoffiziell, da noch weitere Protestverhandlungen ausständig waren. Vogl fand auch Positives an diesem Tag: "Unsere Starts sind sehr gut, die Bootsgeschwindigkeit ist ebenfalls vielversprechend. Der Blick auf die Ergebnisliste ist nicht erfreulich, abgerechnet wird aber erst am Schluss." In Führung liegen die dreifachen Weltmeisterinnen Marcelien de Koning/Lobke Berkhout aus den Niederlanden.

Schmid/Reichstädter hatten mit Speed-Problemen auf dem Vorwindkurs zur kämpfen. "Wir waren in beiden Wettfahrten dabei, haben aber jeweils bei der Luvtonne unsere Chancen begraben. Ein Meter entscheidet über 20 Plätze, wir hatten keinen Weg und sind auch taktisch zu fehlerhaft unterwegs gewesen. Morgen ist ein neuer Tag, den heutigen werden wir gründlich analysieren und dann schnell abhacken", sagte Steuermann Schmid. Coach Alfred Pelinka machte Mut. "Wenn sie einsehen, dass alle nur mit Wasser kochen und ihren Respekt ablegen, werden sie sich auf jeden Fall besser in Szene setzen." Im Zwischenklassement Erste sind die Franzosen Nicolas Charbonnier/Olivier Bausset. (APA)

 

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