OSZE sieht nur geringe Chance für schnelle Lösung

10. August 2008, 08:11
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Vorsitzender Stubb: "Keine Rückkehr zum vorherigen Status Quo" - Russland könne keine "Vermittlerrolle mehr einnehmen"

Helsinki - Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sieht derzeit nur geringe Chancen für eine schnelle Lösung des Konflikts in Südossetien. "Auf einer Skala von eins bis zehn sind wir ungefähr bei zwei", sagte der amtierende OSZE-Vorsitzende und finnische Außenminister Alexander Stubb am Samstag auf einer Pressekonferenz.

Es sei klar, dass es keine Rückkehr zum vorherigen Status Quo geben könne. So könne Russland nach seinem militärischen Eingreifen in Südossetien keine Vermittlerrolle mehr in dem Konflikt einnehmen. Die OSZE werde sich in erster Linie auf das Prinzip der territorialen Integrität Georgiens und Südossetiens Recht auf Selbstbestimmung stützen.

Gespräche zwischen Konfliktparteien fördern

Stubb kündigte an, am Montag nach Georgien zu reisen, um sich mit Präsident Micheil Saakaschwili zu treffen. Anschließend werde er nach Russland weiterreisen, um dort am Dienstag mit Außenminister Sergej Lawrow zu sprechen. Die OSZE überwacht die Sicherheit in der Region. Die Organisation hat den Auftrag, Gespräche zwischen den Konfliktparteien zu fördern. (APA/Reuters)

 

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