Stimmen: "Ich bin völlig aufgelöst"

8. August 2008, 23:09
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  • FK Austria - Red Bull Salzburg
  • Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Ich bin völlig aufgelöst, musste einen Siegesschrei in der Kabine loslassen. Bei so einer Moral und so einem tollen Spiel muss man der Mannschaft gratulieren. Es war natürlich einiges an Glück dabei. Ein Spiel muss auch so laufen, dass man wieder zurückkommen kann. Man hat auch gesehen, dass ich mich sehr geärgert habe. Es muss noch einiges verbessert werden. Dann habe ich eine sehr starke Mannschaft. Ich glaubte eigentlich, nach der Klasse, die Salzburg heute gezeigt hat, dass wir das nicht mehr umdrehen können."

    Zu Tormann Almer und seinem Fehler beim ersten Tor: "Es war natürlich schwer, dass er sofort das Tor bekommen hat, aber er hat das souverän gemeistert. Wenn man einen Fehler ausbessert, wird man ihn auch schneller vergessen. Er wird wieder seine Chance bekommen."

    Mamadou Diabang (Austria-Stürmer, Tor zum 3:2): "Das ist ein Wahnsinn. Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Wir haben super gekämpft nach dem 0:2-Rückstand. Natürlich war es ein schwerer Gegner, aber wir haben bis zum Ende gekämpft. Ich bin seit drei Wochen hier, in Deutschland sind wir zum jetzigen Zeitpunkt erst in der Vorbereitung gesteckt, das ist hier ein anderer Rhythmus. Mit zwei Stürmern ist es dann besser gelaufen."

    Mario Bazina (Austria-Stürmer, Tor zum 1:2): "Wenn du gleich in der ersten Minute ein Tor bekommst, läuft das Spiel natürlich ganz schief. Wir haben immer alles probiert und probiert. Nach meinem Treffer war das eine Erleichterung, dann haben wir endlich mit dem Fußballspielen begonnen und am Ende verdient gewonnen. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Gegen so einen Gegner zurückzukommen, ist nicht leicht."

    Robert Almer (Austria-Torhüter): "Ich habe ein pures Glücksgefühl beim 3:2 gespürt. Das 1:0 geht ganz klar auf meine Kappe."

    Co Adriaanse (Salzburg-Trainer): "Mit dem Resultat bin ich natürlich nicht zufrieden. Ich bin aber sehr zufrieden mit diesem Spiel meiner Mannschaft, weil wir auch auswärts offensiv und aggressiv gespielt haben. Es war ein sehr attraktives Spiel und wir haben auch zwei Tore gemacht. Leider ist aber wieder in Wien einer unserer Spieler ausgeschlossen worden. Am Ende haben wir unglücklich verloren. Wir waren die viel bessere Mannschaft, haben 2:0 geführt - es gibt also keine Auswärtsschwäche, wir haben eine sehr gute Mannschaft. Ilic hatte beim 2:2 die beste Chance des gesamten Spiels. Ein Spieler von seiner Klasse muss dieses Tor machen.

    Das 1:2 war ein sehr guter Freistoß, aber Tchoyi vergisst zu springen. Das haben wir schon seit Monaten besprochen, auf Englisch und Französisch. Das ist typisch für ihn, er kommt aus der afrikanischen Kultur und muss noch lernen, für die Mannschaft zu spielen. Janko hat sehr gut gespielt. Ich habe ihm schon zur Pause gesagt: Marc, so musst du spielen, attraktiv, effektiv."

    Ernst Öbster (Salzburg-Mittelfeldspieler ): "Mir fehlen die Worte. Wir müssen erst einmal alles analysieren, was falsch gelaufen ist. Ich muss der Austria ein Kompliment machen, weil nach einem 0:2 noch 3:2 zu gewinnen ist auch nicht einfach. Mehr als die Hälfte unserer Mannschaft sind Teamspieler, da kann man nicht sagen, dass die Reife gefehlt hat. Ich glaube, dass es nicht an Reife oder Einstellung fehlt. Wir haben alles probiert."

  • SCR Altach - SK Rapid Wien
  • Heinz Fuchsbichler (Altach-Trainer): "Man kann sich sicher vorstellen, was in einem Trainer vorgeht, wenn seine Mannschaft 2:7 verliert. Das war nicht Bundesliga-tauglich, aber das Leben geht weiter. Wir können momentan nicht aus dem Vollen schöpfen, Daniel Sereinig ist schwer verunsichert, er ist total von der Rolle, das hat man heute gesehen. Aber wir haben drei langzeitverletzte Innenverteidiger und auch noch zwei andere Ausfälle in der Defensive zu beklagen. Deshalb waren wir schwer überfordert. Wir haben nur eine Chance, in der Bundesliga zu bleiben, wenn alle unsere Spieler fit sind."

    Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Es war eine Super-Reaktion von der Mannschaft, wie sie heute aufgetreten ist. Ich bin mit allen zufrieden, wobei die Offensive überragend war. Steffen Hofmann hat es immer wieder geschafft, mit perfekten Zuspielen die Stürmer zu finden. Natürlich ist es bitter, dass wir im Europacup schon ausgeschieden sind, aber wir schauen jetzt nach vorne. Wir haben zwei Ziele vor uns, die Meisterschaft und den Cup. Das war heute der erste richtige Schritt dorthin."

    Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Wir haben nicht vergessen, was im Frühjahr hier passiert ist (1:2-Niederlage und anschließender, erst in zweiter Instanz abgelehnter Rapid-Protest wegen der Ausführung des Strafstoßes von Kirchler zum 1:0, bei dem Rapid-Goalie Helge Payer noch nicht bereit war, Anm.). Deshalb freut uns dieser Sieg besonders. Leider ist für uns das Kapitel Europacup nach dem bitteren Sieg am Mittwoch vorbei. Hätten wir damals eine solche Chancenauswertung geschafft, dann würden wir nun am Mittwoch gegen Piräus um den Einzug in die Champions League spielen."

    Erwin Hoffer (Vierfacher Rapid-Torschütze): "Das war die beste Antwort nach dem Europacup-Ausscheiden. Es kann nichts Besseres geben! Ich glaube wir haben gezeigt, dass wir immer weiterkämpfen, auch wenn wir Tore bekommen. Steffen spielt mir die Bälle sehr gut in den Lauf, ich hoffe, es läuft so weiter."

  • SV Kapfenberg - Sturm Graz
  • Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir bleiben auf dem Boden, aber ich bin natürlich trotzdem sehr zufrieden. Es hat mich beeindruckt, wie Mario Haas gespielt hat, welche Einstellung er wieder gezeigt und wie er die Bälle gehalten hat. Deswegen habe ich ihm auch gratuliert. Hlinka hat seine Aufgabe erfüllt, man darf die Erwartungen nicht immer zu hoch schrauben. Er ist ein wichtiger Faktor im Mittelfeld, ergänzt sich gut mit Kienzl. Aber wir hätten mehr Tore machen müssen, vor allem in der ersten Halbzeit. Das ist noch das Manko, das wir haben. Die Defensivarbeit beginnt vorne bei den Spitzen. Deshalb muss man auch Haas applaudieren, weil er auch seine Aufgabe in der Defensive mit Muratovic sehr gut erfüllt hat. Wir stehen kompakt, machen wenige Fehler, und dann kann man auch gut nach vorne spielen."

    Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Ich muss Sturm gratulieren. Es war eines der Spiele, die ich als Trainer erlebt habe, wo ein Klassenunterschied war, den ich selten erlebt habe. Wir waren übermotiviert, haben maximal 50 Prozent gezeigt. Sturm hat ein Direktspiel vom Feinsten gezeigt. Unerklärlicherweise haben wir immer wieder auf Abseits gespielt. Das ist die Stärke von Sturm. Es war eine beeindruckende Vorstellung. Ich bin überzeugt, dass das nicht das Maß meiner Mannschaft war. Wir waren heute um zwei Klassen schlechter. Natürlich ist es, wenn man so etwas erlebt und sich viel vorgenommen hat, nicht angenehm. Heute war es unmöglich, Paroli zu bieten."

  • Kärnten - SV Mattersburg
  • Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Ein Kompliment an meine Mannschaft nach dem Trauerspiel gegen Sturm. Mattersburg war in der zweiten Hälfte dominant, Gott sei Dank haben wir das zweite Tor geschossen. Man hat unser wahres Gesicht gesehen, wie in den ersten drei Runden. Manuel Weber hat heute (Anm./Schinkels entzog ihm vor dem Spiel die Kapitänsschleife) mit einem kleinen Rucksack weniger gespielt. Ich bin enttäuscht, dass nach der Niederlage gegen Sturm heute viel weniger Leute im Stadion waren."

    Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Man hat gesehen, dass beide Mannschaften nicht den Fußball gespielt haben, den sie spielen können. Leider hat Kärnten das Tor aus dem Nichts gemacht, in der zweiten Hälfte haben wir den Ball vom Elferpunkt nicht ins Tor gebracht. Wir hatten zwei, drei Situationen, da musst du den direkten Weg zum Tor suchen."

    Manuel Weber (Kärnten-Mittelfeldspieler): "Ich bin glücklich über das Erfolgserlebnis. Die ganze Mannschaft hat besser gespielt - jeder wollte zeigen, dass die schlechte Partie gegen Sturm (Anm./0:2) nicht unserem Niveau entspricht."

    Zu seiner "Degradierung" vom Kapitän zum "normalen" Spieler: "Das war die Entscheidung des Trainers. Es ist keine Belastung, als Kapitän einzulaufen. Gegen Sturm hat die ganze Mannschaft schlecht gespielt."

  • LASK - SV Ried
  • Christian Mayrleb (LASK/zweifacher Torschütze): "Die ganze Mannschaft hat heute nicht so gut gespielt, aber kämpferisch überzeugt. Wir können aber zufrieden sein, wenn wir in der 92. Minute das Siegestor machen. Die Rieder sind hinten drinnen gestanden und wir haben nicht so wirklich gewusst, was zu tun ist. Dadurch sind keine Chancen zustande gekommen. Michael Baur fehlte hinten irrsinnig. Er ist in der Innenverteidigung immer eine Bank, gottseidank haben wir das ohne ihn auch überstanden."

    Andrej Panadic (LASK-Trainer): "Wir haben beim letzten Spiel in Salzburg super gespielt, alle haben uns gelobt und wir haben 0:1 verloren. Heute war es ein schlechtes Spiel von uns und wir haben gewonnen. Was zählt, sind die Punkte. Wir wollten eng stehen, haben dann gut zugemacht. Aber es passiert oft bei uns, man zieht sich zurück und dann kriegen wir Probleme. Es war ein Spiel wie ein 1:1, aber zum Glück haben wir Mayrleb. Es freut uns, dass wir drei Punkte haben."

    Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Es gab heute einen Unterschied, der hieß diesmal nicht Vastic, sondern Mayrleb. Der LASK hat sich am Schluss mehr wehren müssen. Vastic ist durch Mayrleb toll ersetzt worden, er hätte auch nicht mehr als zwei Tore schießen können."

    Oliver Glasner (Ried-Verteidiger/verursachte Elfmeter zum 1:0): "Natürlich war die Hand beim Elfmeter ein bisserl dran. Aber wenn Mijatovic immer so fällt, dann darf seine Frau nie bei ihm ankommen. Der LASK war einfach clever, sie haben die Chance am Schluss genützt. Wir haben überzeugt und stehen jetzt mit leeren Händen da. Wir haben das Spiel teilweise dominiert. Der Elfmeter war sehr billig, aber im Endeffekt waren wir mit dem Gegentor zum 1:2 selber schuld." (APA)

     

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