US-Bürger wegen Spionage für China zu 15 Jahren Haft verurteilt

8. August 2008, 19:53
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58-jähriger weitgehend geständig - Informationen über US-Militärgeschäfte mit Taiwan gesammelt

Washington - Wegen Spionage für die Volksrepublik China ist ein US-Bürger zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der aus Taiwan stammende Tai Shen-kuo müsse außerdem 40.000 Dollar (27.000 Euro) Strafe zahlen, entschied ein US-Bundesgericht am Freitag im US-Staat Virginia.

Der 58-jährige Angeklagte hatte die Tat weitgehend gestanden. Er war Teil eines kleinen Spionagerings, der Informationen über US-Militärgeschäfte mit Taiwan sammelte und an die Volksrepublik weitergab. Dafür erhielt er nach Auffassung des Gerichts etwa 50.000 Dollar Spionagelohn.

Geldgeschenke, Essenseinladungen und kostenlose Reisen

Nach Auffassung des Gerichts hatte Shen-kuo den früheren Pentagon-Analysten Gregg Bergersen als Quelle angezapft. Er habe mit Geldgeschenken, Essenseinladungen und kostenlosen Reisen die Freundschaft Bergersens gesucht und ihm einen Posten in einer Beratungsfirma in Aussicht gestellt. Bergersen habe nicht gewusst, dass sein Wissen nach Peking weitergegeben werde.

Bergersen war im Juli zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt worden, weil er Shen-kuo geheime Dokumente überließ. Eine Mittelsfrau wurde zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Spionagering soll von März 2007 bis zur Verhaftung der drei Verdächtigen im Februar 2008 tätig gewesen sein. (APA)

 

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