Austria-Hinspiel weiter ungewiss

10. August 2008, 20:21
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Entscheidung über den Austragungsort des Hinspiels gegen WIT Tiflis lässt weiter auf sich warten - Kritik an UEFA

Wien - Austria Wien wusste vorerst auch am Montagnachmittag noch nicht, wo das für Donnerstag angesetzte Hinspiel zur zweiten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation gegen WIT Tiflis stattfinden wird. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) in Nyon hatte Ende voriger Woche festgelegt, dass die Partie wegen der Kriegswirren in Georgien aus Sicherheitsgründen sicher nicht in Tiflis ausgetragen wird.

Da die Entscheidung, die zuerst für 12.00 und dann für 15.00 Uhr avisiert war, weiter auf sich warten ließ und dadurch die Zeit zur Organisation einer Reise immer kürzer wurde, schaltete die Austria am Montagnachmittag die Spitzen der Bundesliga und des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) ein. Diese Vorgangsweise der UEFA könne vom Verein nicht akzeptiert werden, hieß es dazu in einer Presseaussendung des Tabellendritten.

"Die UEFA verlangt von den Clubs immer Flexibilität, jetzt geht der europäische Dach-Fußball-Verband allerdings selbst völlig unflexibel vor. Noch immer wurde dort keine Entscheidung über den neuen Austragungsort gefällt, wie die Auswärtsreise in dieser Kürze organisiert werden soll, ist ein großes Rätsel", schrieb die Austria an die Presse.

Die französische Charter-Fluglinie "Blue Line", mit der die Violetten den Trip in den Kaukasus geplant hatten, hat bereits ihr Angebot zurückgezogen und wird aufgrund der unsicheren politischen Lage am Kaukasus auch nicht in die von der UEFA vorgeschlagenen Ausweichstädte Baku (Aserbaidschan) oder Jerewan (Armenien) fliegen. "Zu gefährlich", teilte das Headquarter der Airlines mit.

Da die Austria derzeit ohne Flieger dastehe, der sicher kurzfristig zu organisieren wäre, wissen die Wiener auch nicht, ob sich im Alternativ-Austragungsort so schnell eine so große Anzahl an Hotelzimmern und gewisse Arbeitsbedingungen für Medienvertreter etc. auftreiben lässt. Daher hat Austria-AG-Vorstand Markus Kraetschmer Bundesliga-Vorstand Georg Pangl und ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig kontaktiert, um von dieser Seite gewissen Druck zu machen. (APA)

 

 

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